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| 16:00 Uhr

Freizeitsport
290 Läufer und Walker erobern die Grödener Berge

Der Start über 11 Kilometer beim 41. Werner-Seelenbinder-Lauf durch die Grödener Berge.
Der Start über 11 Kilometer beim 41. Werner-Seelenbinder-Lauf durch die Grödener Berge. FOTO: Mirko Sattler
Gröden. Sportler sammeln beim 41. Werner-Seelenbinder-Lauf Punkte für die Laufserie der Sparkasse Elbe-Elster. Von Mirko Sattler

Besser hätte das Wetter für einen Lauf durch den bunten Herbstwald nicht sein können. Kein Regen, kein Wind, aber angenehme herbstliche Temperaturen. Und so kamen zahlreiche Stammläufer und Laufneulinge zum 41. Werner-Seelenbinder-Gedenklauf. Die Laufgruppe des SV Merzdorf/Gröden musste als Veranstalter dieser Laufsportveranstaltung anpacken. „Aufgrund der vielen Stürme in den zurückliegenden Wochen und Monaten mussten wir unsere gesamte Streckenführung auf Gefahrenstellen überprüfen. Und tatsächlich, an vielen Stellen hätten abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume ein gefahrloses Laufen behindert“, so Helmar Theuring. Am Ende konnten sich die Läufer auf eine sehr gut präparierte Strecke freuen.

War der Werner-Seelenbinder-Lauf in den Anfangsjahren eher eine Breitensportveranstaltung, gibt es seit gut 16 Jahren für die besten Teilnehmer Wertungspunkte in der Laufserie der Sparkasse Elbe-Elster. Einer der seit mehreren Jahren dabei ist, ist Jonny Hoffmann. „Die Strecke ist gut zu laufen. Immer, wenn ich hier in der Heimat bin, bin ich zu Fuß in den Grödener Bergen unterwegs. Die heutige Strecke kenne ich natürlich auswendig“, meint der 30-jährige Infanterieoffizier aus Merzdorf. Als Ausgleich zu seinem Bürojob in Berlin geht er gern laufen und sieht den diesjährigen Werner-Seelenbinder-Lauf als Jahresabschluss an. Nun will er sich auf Ultra-Läufe vorbereiten. „Je mehr Höhenmeter, um so besser. Derzeit bereite ich mich auf Läufe bis 3500 Höhenmeter in Österreich und Spanien vor. In naher Zukunft möchte ich auch einmal an einer Veranstaltung am Mont Blanc teilnehmen“, verriet der Merzdorfer, der natürlich am Sonntagmorgen nicht mit Rad oder Auto ins Nachbardorf gekommen ist, sondern standesgemäß zu Fuß. Am Ende holte er mit 46:06 MInuten auf der 11 km-Strecke den 9. Gesamtplatz.

Während die 11 km-Läufer noch unterwegs waren, kamen schon die ersten Teilnehmer von den zwei Kilometern wieder ins Ziel. „Die Strecke war super. Wir sind heute das erste Mal dabei“, meint Thomas Hustan aus Gröden, der mit seinem Sohn und einer Freundin vom Sohn unterwegs war. Moritz stellte nur spitzbübisch fest, dass Papa immer langsamer war als er.

Als erster Walker kam Ralf Stukas ins Ziel. „Die Strecke kenne ich vom Laufen. Wegen einer Knie-OP musste ich nun auf das Walken umsteigen. Wenn ich grünes Licht von meinem Arzt bekomme, bin ich auch wieder ohne Stöcke unterwegs“, meint der 52-Jährige aus Beutersitz.
Einen ungewöhnlichen Lauf absolvierte Lutz Jentzsch aus Zobersdorf. „Seit über zehn Jahren laufe ich barfuß und finde es klasse. Laufschuhe kenne ich seit Jahren nicht mehr. Wenn ich Schuhe tragen muss, zum Beispiel bei Splitt oder Temperaturen unter 5 Grad Celsius, sind es sogenannte Schwimmschuhe“, sagte der 61-Jährige, der auf seiner 5 km-Runde den 110. Gesamtplatz machte, in seiner Altersklasse jedoch den 7. Platz belegte.