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| 19:09 Uhr

23. Kreisgärtnertag in Elbe-Elster
Der große Treff der Gartenfans

 23. Kreisgärtnertag mit Rekordbesuchen in einigen der elf teilnehmenden Gärtnereien, hier in Rehfeld in der Gärtnerei Golda - Silvia und Ulli Fritzsche aus Falkenberg (links mit Schubkarre) sind Stammkunden bei Stephan Golda (2.v.r.).
23. Kreisgärtnertag mit Rekordbesuchen in einigen der elf teilnehmenden Gärtnereien, hier in Rehfeld in der Gärtnerei Golda - Silvia und Ulli Fritzsche aus Falkenberg (links mit Schubkarre) sind Stammkunden bei Stephan Golda (2.v.r.). FOTO: LR / Frank Claus
Zum 23. Mal Kreisgärtnertage in Elbe-Elster – und wieder volle Hütte in den meisten der teilnehmenden elf Gärtnereien. Von Frank Claus

Kann man von Jahr zu Jahr die Erwartungen übertreffen? Scheinbar ja. „So stark wie dieser Samstag war, war er noch nie.“ Das sagt ein sichtlich geschaffter Peter Schulze von der gleichnamigen Gärtnerei in Stechau. Nichts ging mehr auf der Dorfstraße und in den Gewächshäusern. Dort Autoschlangen, da Menschenschlangen an den drei Kassen. „Die Leute schleppen schon die ganze Woche“, sagt der Gärtnereichef und weiß natürlich, das das ideale Wetter daran Anteil hat. Selbst der kühlere Sonntag konnte den Ansturm nur wenig minimieren.

Ein ähnliches Bild in der Gärtnerei Golda in Rehfeld. Schubkarrenweise fahren die Kunden Beet- und Balkonpflanzen, Gemüsejungpflanzen und so manchen dekorativen bepflanzten Kübel aus der Gärtnerei zu ihren Autos. „Normalerweise geht der Verkauf erst so richtig ab 10. Mai los, was in dieser und letzter Woche schon abging, war nicht normal“, sagt er und warnt: „Anfang Mai aufpassen! Es kann in den Nächten noch kalt werden.“

 In der Klostergärtnerei in Mühlberg lassen sich Elke und Gisbert Mülle aus Mühlberg-Weinberge von Jasmin Hippert (Mitte) im Gewächshaus beraten.
In der Klostergärtnerei in Mühlberg lassen sich Elke und Gisbert Mülle aus Mühlberg-Weinberge von Jasmin Hippert (Mitte) im Gewächshaus beraten. FOTO: LR / Frank Claus

Steven Richter in der Baumschule Richter&Graeff in Zeischa hat selbst die Straßensperrung aus Richtung Bad Liebenwerda gut überstanden. „Die Kunden haben die Umleitung genommen. Die Umsätze waren sogar besser als im Vorjahr.“ Und die Regionalsiegel-Idee ist eingeschlagen. „Dietliind Loos von der Kaffeerösterei hat bei uns ihren Kaffee angeboten und viel über das Regionalsiegel Elbe-Elster berichtet. Die Kunden und ich waren sehr angetan. Zum Bambusfest möchte ich am liebsten ganz viele Regionalsiegel-Träger in der Baumschule begrüßen“, sagt Steven Richter.

Ähnliche Erfahrungen hat Doris Bormann von der Baumschule in Oschätzchen gesammelt. „Das müssen wir noch viel mehr machen. Direktvermarkter müssen gemeinsam auftreten“, sagt sie und berichtet: „Andrea Hanisch von der Elsterwerdaer Fleischerei hatte zu ihren und unseren Produkten stets einen flotten Spruch auf den Lippen. Die Kunden hatten Spaß – und wir beide haben gutes Geschäft gemacht.“ Anke Schenk von der Baumschule Saathainer Mühle sammelt diese Erfahrungen schon lange. „Wir arbeiten seit vielen Jahren mit Erzeugern aus der Region zusammen. Das funktioniert.“ Und noch etwas war ein Volltreffer: „Das Thema Bienenpflanzen hat die Kunden sehr interessiert. Wir haben 500 Samentütchen mitgegeben und die Kunden gebeten, den Inhalt als Bienenfutter auszusäen. Alle wollten mitmachen.“ Die gleiche Erfahrung hat Silvia Stiller aus der gleichnamigen Gärtnerei in Elsterwerda gesammelt. Auch sie hat Tütchen Samen für 43 unterschiedliche, bienenfreundliche Pflanzen und dazu noch ein Gewächs verschenkt. „Die Kunden sind für das Umwelt- und Insektenthema sehr sensibilisiert“, sagt sie und legt sich fest: „Für uns als Gärtner muss der Bienenschutz ein persönlicher Auftrag sein.“

 In der Gärtnerei Schulze in Stechau hieß es zeitweise anstehen. Die mit der LR organisierten Gärtnertage sind der Startschuss in die Saison.
In der Gärtnerei Schulze in Stechau hieß es zeitweise anstehen. Die mit der LR organisierten Gärtnertage sind der Startschuss in die Saison. FOTO: LR / Frank Claus

Rüdiger Winde in der Gärtnerei in Schönborn zeigt sich ebenfalls hochzufrieden. „Wir hatten ganz viele junge Leute im Betrieb, die erst mit dem Gärtnern anfangen. Ich denke, sie waren dankbar, dass wir uns für Beratung und Tipps so viel Zeit genommen haben.“ Ilona Hippert in der Klostergärtnerei Mühlberg ist Anlaufpunkt für Einheimische, aber auch für viele Gäste von „über der Elbe“. Elke und Gisbert Mülle aus Weinberge sind Stammkunden und haben die breite Gemüsepalette eingekauft. Die Familie atmet auf: „In der Nacht zu Samstag hatten wir 17 Liter Regen auf den Quadratmeter. Und in der Nacht zum Sonntag schüttete es gleich noch mal. Das Gartenjahr geht gut los.