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| 15:50 Uhr

UPDATE Neue Fakten/War die Ampel schuld?
18-jähriger Mopedfahrer tödlich verunglückt

An der Kreuzung Berliner Straße/Breitscheidstraße in Elsterwerda kam es zu einem außergewöhnlichen Hilfseinsatz für einen Mann, der sich in seinem Fahrrad eingeklemmt hatte.
An der Kreuzung Berliner Straße/Breitscheidstraße in Elsterwerda kam es zu einem außergewöhnlichen Hilfseinsatz für einen Mann, der sich in seinem Fahrrad eingeklemmt hatte. FOTO: LR / Daniel Neubert
Bad Liebenwerda. Zu einem Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang ist es am Mittwoch gegen 17 Uhr an der B-183-Ortsumfahrung Bad Liebenwerda gekommen. Die RUNDSCHAU hat sich auch mit Mutmaßungen beschäftigt, wonach der Mopedfahrer losgefahren sei, weil die Ampel nicht umgeschaltet habe. Einen weiteren, eher außergewöhnlichen Einsatz gab es am gleichen Tag in Elsterwerda. Von Frank Claus

Erster tödlicher Verkehrsunfall an der erst Anfang Oktober übergebenen B-183-Ortsumfahrung Bad Liebenwerda: Am Reformationstag hat nach Polizeiangaben gegen 17 Uhr ein 18-jähriger Mopedfahrer aus dem Altkreis Bad Liebenwerda von der Landesstraße (L64) aus Richtung Oschätzchen kommend den Kreuzungsbereich der Ortsumfahrung befahren und hat dabei nach jetzigem Erkenntnisstand das rote Ampellicht nicht beachtet. Fast mittig ist er in der Folge mit einem auf der Ortsumfahrung fahrenden Pkw zusammengestoßen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde er schwer verletzt und erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Der 50-jährige Pkw-Fahrer aus dem Elbe-Elster-Kreis blieb unverletzt. Den Sachschaden beziffert die Polizei mit etwa 8000 Euro.

Mutmaßungen, wonach die Ampel trotz langer Wartezeiten nicht umgeschalten habe und der junge Mann deshalb losgefahren sei, teilt Torsten Wiemer, Dezernatsleiter im Landesbetrieb Straßenwesen nicht. „Wir hören das immer wieder, dass angeblich die Ampel bei Zweiradfahrern nicht immer umschalte. Das stimmt nicht.“ Die Ampel schalte sowohl bei Radfahrern als auch motorisierten Zweirädern um. Oft seien längere Wartezeiten dadurch bedingt, dass Fahrzeuge nicht beide Schleifen überfahren würden, also zu weit vor der Haltelinie abbremsen oder Kradfahrer abseits der Schleifen stünden. Erst das Überfahren der zweiten Schleife gebe das Signal an die Ampelsteuerung.

Zu einem außergewöhnlichen Rettungseinsatz ist es am gleichen Tag gegen 8 Uhr in Elsterwerda gekommen. Ein vermutlich alkoholisierter Mann, Mitte 20, hatte sich auf dem Fußweg am Kreuzungsbereich Berliner Straße/Breitscheid-Straße so ungünstig zwischen Pedal und Rahmen seines Fahrrades eingeklemmt, dass der Rettungsdienst den Mann nicht behandeln konnte. Mit Schneid- und Spreizwerkzeug befreite die Feuerwehr den Mann aus seiner misslichen Lage.