ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:24 Uhr

Frust über Rathaus-Aussage
Doch Schlüsselübergabe am 11.11. in Elsterwerda

Elf Jahre haben sich die Jecken den Schlüssel in Elsterwerda geholt, hier Claudia Schlegel, der stellvertretende Bürgermeister Ansgar Große und Rathaus-Mitarbeiterin Anika Bormann – und nun?
Elf Jahre haben sich die Jecken den Schlüssel in Elsterwerda geholt, hier Claudia Schlegel, der stellvertretende Bürgermeister Ansgar Große und Rathaus-Mitarbeiterin Anika Bormann – und nun? FOTO: Frank Claus
Elsterwerda. Verärgert zeigte sich am Freitag Claudia Schlegel, Chefin der Biehlaer Funkengarde, über die Aussage aus dem Rathaus Elsterwerda, dass es keine Schlüsselübergabe am 11.11. geben soll. „Natürlich kommen wir um 11.11 Uhr zur Schlüsselübergabe“, meint nun die Karnevalschefin und erklärt, das auch der Rathausspitze angezeigt zu haben. Von Frank Claus

„Wir machen das jetzt zum zwölften Mal, die Kinder und Eltern waren ganz entsetzt über die Meldung. Wir ziehen auf jeden Fall vors Rathaus, egal ob nun jemand aus der Verwaltung den Schlüssel übergibt oder nicht. Wir lassen uns die Tradition nicht kaputtmachen, nur weil von den Rathauschefs keiner was mit Karneval am Hut hat“, so Claudia Schlegel.

Das lässt Elsterwerdas Bürgermeisterin Anja Heinrich so nicht stehen. Sie reagiert nach Veröffentlichung des Beitrages noch am Freitag um 18.30 Uhr. „Mit der Verwaltung ist der Termin 11.11. definitiv nicht abgestimmt worden. Keiner der Familie Schlegel war dazu im Rathaus“, sagt Anja Heinrich und stellt sich vor ihre Mannschaft. Bei rechtzeitiger Koordination wäre vom Rathaus auch jemand verfügbar gewesen. „Das haben wir auch in den vergangenen Jahren getan, unter anderem auch immer Pfannkuchen und Süßes besorgt“, bekräftigt sie.

Für sie sei das Thema am Freitag erledigt gewesen, nachdem mit Julia Schlegel, Tochter von Claudia, eine Alternativlösung für Montag vereinbart worden sei. „Geplant war ein Empfang am Montag im Rathaus“, so Anja Heinrich. „Mir tun jetzt die Kinder leid“, sagt die Stadtchefin, sieht die Ursache aber in der ungenügenden Organisation durch die Funkengarde. Und sie ärgert, dass die Stadt damit Negativwerbung bekomme, die sie gar nicht verdient hätte.