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| 18:03 Uhr

Tag der Mineralogie
Eintauchen in bezaubernde Welt der Minerale

Oliver Mazanek und Lena Korotkow basteln passend zum Tag der Mineralogie ein Mineralbäumchen.
Oliver Mazanek und Lena Korotkow basteln passend zum Tag der Mineralogie ein Mineralbäumchen. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Dunkelroten Blutsteinjaspis und grünen Malachit zum Tag der Mineralogie präsentiert.

(dcz) Jeder Stein ist ein Unikat - mit diesem Satz zeigte Horst Gelonneck aus Bernsdorf seine Begeisterung auf dem 25. Tag der Mineralogie im Bürgerzentrum von Hoyerswerda. Peter Wiedemann von der Bezirksgruppe Ostsachsen der Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie hatte dem Rentner am Samstag die Benutzung der Schleifmaschine des Naturwissenschaftlich-Technischen Kinder- und Jugendzentrums Hoyerswerda erklärt. Bei der Arbeit an der Masschine offenbarte jeder Stein seine individuelle Schönheit.

Den mehrfarbig gebänderten Achat hat Horst Gelonneck wie viele andere Minerale in der Oberlausitz gefunden. Hier war vor Jahrmillionen die Elbe durchgeflossen, erklärt der Hobbymineraloge.

Passend zum diesjährigen Titel der Veranstaltung „Bezaubernde Welt der Minerale“ stellten Mitglieder sowie Mineralienfreunde aus der Lausitz und Sachsen im Kreativraum der Kulturfabrik eigene Funde aus. Ein großer dunkelroter Blutsteinjaspis aus dem Harz begeisterte die Besucher genau wie ein Gips aus Thüringen oder ein kleiner grüner Malachit aus Namibia. Dr.-Ing. Max Hesse aus Freiberg, der zum Verin gehört, hatte den Aufbau der Ausstellung übernommen und erklärte den Gästen vieles zu den unterschiedlichen Mineralen. Er sammelt selbst in Deutschland, fuhr aber im Urlaub auch schon in die USA, nach Kanada und in andere Länder, um Minerale zu finden.

Dem 20-jährigen Oliver Bettels aus Lauta sagte Dr.-Ing. Hesse, dass er ohne großen Zeitaufwand rund um seinen Heimatort zum Beispiel Chalcedone und Achate suchen kann. Wer in Kiesgruben oder Steinbrüchen Minerale suchen möchte, muss sich anmelden und mit einem Begleiter kommen, damit bei einem eventuellen Unfall ein Sammler dem anderen helfen kann. Auf Brandschutzstreifen oder abgeernteten Feldern besteht ebenfalls die Chance, schöne Stücke zu finden. Oliver Bettels sammelt Minerale, um etwas aus der uralten Geschichte der Erde zu erfahren.

Den 25. Tag der Minerale besuchten aber auch Kinder. Oliver Mazanek aus Dresden war nach dem ersten Besuch 2017 mit seinen Hoyerswerdaer Großeltern dieses Jahr wiedergekommen. Begeistert baute der Zweitklässler ein „Mineralienbäumchen“ zusammen. Jeden kleinen, von ihm ausgewählten Edelstein, befestigte Mitarbeiterin Lena Korotkow mit der Heißklebepistole an dem Drahtbäumchen. Als alles fertig war, wollte der Junge noch ganz genau wissen, wie die bunten Edelsteine heißen. Dr.-Ing. Hesse erklärte ihm, dass er sich unter anderem für einen orangefarbenen Karneol, einen durchsichtigen Bergkristall und einen braunen Jaspis entschieden hat. Mit seiner Oma entdeckte der Junge in der Ausstellung noch einen Calzit aus Ungarn, dem Heimatland seiner Mutter. „Schöne Steine gibt es eben überall“, so der begeisterte Junge aus Dresden.