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| 22:57 Uhr

Hundstage
Die Lausitz hat genug Wasser

Trotz Trockenheit - in der Lausitz fließt das Wasser weiter.
Trotz Trockenheit - in der Lausitz fließt das Wasser weiter. FOTO: dpa / Lukas Schulze
Cottbus. Senftenberger Versorger arbeitet aber an der Kapazitätsgrenze. Cottbus hat reichlich Reserven. Von Christian Taubert

Es wird noch wärmer. Und das kann mehrere Wochen so bleiben. Dennoch verfallen Wasserversorger in der Lausitz nicht in Panik. „Auch wenn es in den nächsten sechs Wochen nicht regnet, werden wir genügend Grundwasser zur Verfügung haben“, erklärt Roland Socher, Vorstandsvorsteher des Wasserverbandes Lausitz (WAL) in Senftenberg. „Unsere Wasserwerke in Schwarze Pumpe und Tettau sind seit Anfang Mai allerdings an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen.“

Dennoch spricht Socher von einer stabilen Versorgung, auch wenn seit Ende Mai die Speicher nicht mehr komplett gefüllt sind. Der WAL stelle zurzeit 40 000 Kubikmeter pro Tag zur Verfügung. Normal seien 25 000. Der Vorstandschef macht aber auch klar, dass ein großer Waldbrand, der aus dem Netz gelöscht werden müsste, zu Druckverlust führen würde. In und um Weißwasser war das in den 1980er-Jahren der Grund dafür, dass die Wasserversorgung eingeschränkt wurde. Heute verweist Stadtwerke-Sachgebietsleiter Marco Hülse darauf, dass trotz einer um ein Drittel höheren Wasserabgabe im Vergleich zum Vorjahr die Lage stabil sei.

Bei der Lausitzer Wasser GmbH (LWG) in Cottbus prognostiziert der kaufmännische Geschäftsführer Reinhard Beer, dass trotz der Hundstage der Rekord von Anfang Juli mit 29 000 m3 pro Tag jetzt nicht erreicht werde. Hier helfe die Urlaubssaison. Bis 35 000 m3 ist man gerüstet. Bei Getränke-Schenker in Senftenberg macht Verkaufsleiter Gerhard Friedrich auf das seit Wochen gestiegene Transportvolumen aufmerksam. Wenn es „Lücken in Regalen“ gebe, liege dies an Hersteller-Engpässen.