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Energiewende
Wie sich die Lausitz für die Zeit nach der Braunkohle aufstellt

Blick über den Findlingspark Nochten zum Kraftwerk Boxberger. Auch in der sächsischen Lausitz sind Konzepte für die Strukturentwicklung nach der Braunkohle gefragt.
Blick über den Findlingspark Nochten zum Kraftwerk Boxberger. Auch in der sächsischen Lausitz sind Konzepte für die Strukturentwicklung nach der Braunkohle gefragt. FOTO: dpa
Cottbus. Was muss die Lausitz tun, um auf die Zeit nach der Braunkohle vorbereitet zu sein? Das Denk- und Politiklabor „Agora Energiewende“ stellt in Cottbus Elemente eines umfassenden Konzepts vor. Von Christian Taubert

Ob die Zeit der Braunkohle im Lausitzer Revier bis 2030 oder 2050 reicht, steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass es in der Region früher oder später keine Verstromung des einheimischen Rohstoffes mehr geben wird. Zurzeit ist die Lausitz auf dem Weg, die damit verbundene weitere Strukturentwicklung in der Region vorzubereiten.

Das Denk- und Politiklabor „Agora Energiewende“ will der Lausitz dabei helfen, sich für die Zeit nach der Braunkohle aufzustellen. Am Donnerstag (19. Oktober) präsentiert der Direktor von Agora Energiewende, Patrick Graichen, im Cottbuser Stadthaus, wie dies nach Ansicht der unabhängigen Vordenker am besten geschehen könnte. Es soll Antworten auf die Fragen geben: Was kann getan werden, um bereits vorhandene Strukturen zu stärken, neue zu schaffen und die Lausitz als attraktiven Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum zu entwickeln.

Die Präsentation beruht auf der Auswertung von Gesprächen mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft in der Lausitz. Agora Energiewende hat daraus Elemente eines umfassenden Konzepts für eine aus Bundesmitteln finanzierte Strukturentwicklung der Lausitzer Braunkohleregion entwickelt und stellt sie zur Diskussion.

Wer ist Agora Energiewende?

Agora Energiewende ist ein politisch und wirtschaftlich unabhängiges Denk- und Politiklabor in Berlin. Es ist stiftungsfinanziert und hat sich dem Erfolg der Energiewende gemäß der von der Bundesregierung gesetzten Klima- und Energieziele verschrieben. Hierzu zählt neben einer bezahlbaren Umstellung des Energiesystems auf mindestens 80 Prozent erneuerbare Energien bis 2050 die sichere Energieversorgung und die gesellschaftliche Umsetzbarkeit der Energiewende. In diesem Rahmen engagiert Agora Energiewende sich auch in der Lausitz.