Von Bodo Baumert und
Daniel Steiger

Ab heute startet der Feuerwerksverkauf in Deutschland. Im Handel sind Feuerwerkskörper der Stufen 1 und 2 erhältlich. Dass allerdings auch weitaus gefährlichere Böller im Umlauf sind, beweisen die Erfahrungen des Zolls. Mit bis zu zehn Tonnen an sichergestellten Feuerwerkskörpern rechnet das Hauptzollamt Frankfurt (Oder), zu dessen Gebiet auch die Lausitz gehört, in diesem Jahr.

Meist handelt es sich dabei um Böller und Raketen der Stufen 3 und 4, die in Polen frei verkäuflich sind, in Deutschland allerdings nur in Expertenhände gehören. Was passieren kann, wenn solches Feuerwerk unsachgemäß gezündet wird, hat der Zoll vor wenigen Tagen auf dem Truppenübungsplatz in Weißkeißel anschaulich demonstriert. Demolierte Metallschränke, Fässer und Schweinfüße – als Modell für eine Menschenhand – geben ein drastisches Beispiel der Gefahren. „Und jetzt stellen Sie sich vor, solch einen Böller wirft Ihnen jemand während der Silvesterfeiern auf der Straße zwischen die Füße“, warnt Sven Brenner, Leiter des Hauptzollamtes Frankfurt (Oder). Allein in Brandenburg starben voriges Silvester unabhängig voneinander zwei Männer.

Auch wenn Horrorverletzungen wie abgerissene Finger in den vergangenen Jahren im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum ausblieben, ist Silvester für die Besetzung der Notaufnahme trotzdem eine arbeitsreiche Zeit. Die Verletzungen hätten aber laut Chefarzt Olaf Konopke eher mit Alkohol und weniger mit Böllern zu tun.