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Zwischenlösung für Cottbuser Polizeigebäude?

Finanzminister Görke nahm die Schäden genau in Augenschein.
Finanzminister Görke nahm die Schäden genau in Augenschein. FOTO: Zeidler
Cottbus. Finanzminister Christian Görke (Die Linke) hat sich am Donnerstag ein Bild vom alten Standort der Polizei Cottbus am Bonnaskenplatz gemacht. "Das Gebäude ist in einem desolaten Bauzustand", befindet Christian Görke, nachdem er einen Blick auf die nassen Wände und den Schimmelbefall geworfen hat. Michèle-Cathrin Zeidler

Der Besuch hat seine Annahme bestätigt. "Hier können die Polizisten nicht bis zu ihrem Umzug an den neuen Standort in der Juri-Gagarin-Straße bleiben", erklärt der Minister angesichts der Verstöße gegen Arbeits-, Brand- und Gesundheitsschutz. "Es muss eine zeitnahe Zwischenlösung gefunden werden." Daher arbeitet das Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) aktuell an einer zeitweiligen Unterbringung der Beamten in einem Gebäude in der Gaglower Straße. "Uns ist bekannt geworden, dass es sich dabei um das ehemalige ABB-Gebäude handelt", bestätigt der Stadtverordnete Dr. Wolfgang Bialas auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Der Energie- und Automationstechnikkonzern ABB ist vor zwei Jahren an einen neuen Gewerbestandort an der Hänchener Straße gezogen.

"Die Verhandlungen mit dem Vermieter laufen", so Christian Görke weiter. Im vierten Quartal soll laut dem Finanzministerium ein verbindliches Angebot des Vermieters vorliegen. Doch bis die Polizisten diesen Standort auch beziehen können, wird es noch dauern. "Das Gebäude ist ein Bürokomplex und muss noch an die nutzerspezifischen Anforderungen der Polizei angepasst werden", sagt Frank Stückrath vom BLB. "Ich denke, dass der Umzug spätestens Anfang 2019 stattfinden kann." Der Finanzminister hofft auf eine frühere Lösung: "Vielleicht können Abteilungen auch in Etappen schon früher umziehen, das müssen wir mal besprechen." Das Ziel sei es aber dennoch, die Polizeikräfte in Cottbus zukünftig an einem Standort zu konzentrieren. Doch dafür muss erst einmal der Anbau am neuen Standort in der Juri-Gagarin-Straße fertiggestellt werden, dies ist aktuell für das Jahr 2021 geplant.