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| 02:33 Uhr

Zwischen Kunst und Krempel

Stöberparadies: der Hinterhof von Mathias Kloss.
Stöberparadies: der Hinterhof von Mathias Kloss. FOTO: sme1
Cottbus. Am Sonnabend verwandelte sich der Stadtteil Ströbitz im dritten Jahr in Folge in einen großen Trödelmarkt. 18 Hausbesitzer öffneten ihre Höfe und Gärten neugierigen Besuchern. sme1

Luftballons an den Hauseingängen wiesen ihnen den Weg.

Viele Hauseigentümer und Mieter nutzten die Gelegenheit, um Platz in ihren Kellern und Schuppen zu schaffen. Auf den Verkaufstischen lagen unter anderem Bücher, Schallplatten, DVDs und VHS-Kassetten, gebrauchte Kleidung und altes Werkzeug. Haushaltsgeräte wurden zusammen mit gut erhaltenen Kameras oder Kinderspielzeug angeboten. Auch Kunstgewerbe jüngeren Datums wie Töpferwaren oder Bilder gehörten zum Sortiment. Viele hielten zudem Kaffee, Kuchen oder Bratwurst für die Besucher parat.

Initiator des Höfe-Flohmarkts ist Mathias Kloss, der auf die Idee kam, als er mit dem Ausbau seines Hauses in der Sachsendorfer Straße fertig war. "Dabei ist so viel Zeug übriggeblieben, das ich eigentlich auf dem Flohmarkt verkaufen wollte." So holte er diesen kurzerhand nach Ströbitz. 2015 startete er mit fünf Höfen. Immer wieder kommen neue Höfe hinzu. Allein sieben der diesmal 18 Höfe lagen in der Sachsendorfer Straße.

Der Fokus des Flohmarkts liegt jedoch nicht allein darauf, alten Trödel loszuwerden. Auch die nachbarschaftliche Atmosphäre profitiert davon. "Es wird ja auch aus- und umgezogen", so Kloss. "Da ist das natürlich eine super Möglichkeit, sich kennenzulernen und miteinander zu quatschen." Die Besucher kommen aus ganz Cottbus. Das wechselhafte Aprilwetter machte der Veranstaltung am Sonnabend keinen Strich durch die Rechnung.

Diesmal wurde zum ersten Mal eine Kinderbetreuung im M-Eck angeboten. Außerdem konnten die kleinen Besucher auf einem Pony reiten. Neu waren auch die musikalischen Darbietungen. Unter anderem gab das Akkordeon-Salon-Orchester um Ralf Schuster Walzer, Blues und Polka zum Besten. Initiator Kloss will der Veranstaltung deshalb nächstes Jahr einen anderen Namen geben. "Das Fest soll dann eventuell Kreativ- und Höfe-Flohmarkt heißen, um auch die künstlerische Seite zu betonen." Damit zielt Kloss auch auf das Kunstgewerbe, das vermehrt Einzug in die Höfe hält. Designerin Christa Rogge beispielweise begeisterte die Besucher mit ihren textilversteiften Figuren.