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Verhandlung am Landgericht beginnt am Montag
Zweiter Anlauf für Prozess um Cottbuser Rentnerin

Blick in einen Verhandlungssaal mit dem Brandenburger Adler im Landgericht von Cottbus.
Blick in einen Verhandlungssaal mit dem Brandenburger Adler im Landgericht von Cottbus. FOTO: Patrick Pleul / dpa
Cottbus. Nach dem gewaltsamen Tod der 82 Jahre alten Cottbuserin Gerda K. beginnt heute der Mordprozess gegen einen jungen Syrer. Es ist der zweite Anlauf für den Prozess. Wird diesmal verhandelt?

Eigentlich sollte der Prozess um den Mord bereits Anfang Oktober starten. Die Verhandlung war allerdings nach wenige Minuten wieder ausgesetzt worden. Als Grund nannte ein Landgerichtssprecher, dass dem Angeklagten in der Untersuchungshaft das Ladungsschreiben zu dem Verhandlungstermin nicht zugestellt worden war.

Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass der Angeklagte die Rentnerin im Dezember 2016 ermordete, um Geld oder andere wertvolle Gegenstände in ihrer Wohnung zu erbeuten. Die Öffentlichkeit ist bei dem Verfahren ausgeschlossen, weil der Beschuldigte laut Anklagebehörde zum Tatzeitpunkt 17 Jahre alt und damit minderjährig war. Das Jugendgerichtsgesetz (§48) sieht dann den Ausschluss der Öffentlichkeit vor.

Die Leiche der Frau war in ihrer Wohnung entdeckt worden, nachdem die Rentnerin nicht bei einer Weihnachtsfeier ehemaliger Kollegen erschienen war. Details zum genauen Tatablauf wurden bislang nicht bekannt gegeben - auch mit Verweis auf den besonderen Schutz von Jugendlichen. Der Beschuldigte, der auch in Cottbus lebte, soll die 82-Jährige gekannt haben. Die Rentnerin soll vor ihrem Tod noch Einkäufe in der Innenstadt erledigt haben.

Als die Festnahme des jungen Mannes im März bekannt wurde, appellierte die Stadtverwaltung an die Cottbuser Einwohner, Ruhe zu bewahren und mit Blick auf seine syrische Staatsangehörigkeit nicht alle Ausländer in der Stadt unter Generalverdacht zu stellen.

(dpa/sim/bob)