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Start für Oberkirchplatz und Fußgängerbrücke
Zweiter Anlauf für Cottbuser Bauprojekte

Die Fußgängerbrücke über die Bahnschienen zum Stadion der Freundschaft ist gesperrt.
Die Fußgängerbrücke über die Bahnschienen zum Stadion der Freundschaft ist gesperrt. FOTO: Peggy Kompalla
Cottbus. Die Sanierung der Fußgängerbrücke am Energie-Stadion und die Umgestaltung des Oberkirchplatzes sollen in den nächsten Wochen neu ausgeschrieben werden. Von Ulrike Elsner

Mit der Sanierung der Fußgängerbrücke am Energie-Stadion und der Umgestaltung des Oberkirchplatzes hat die Stadt im zurückliegenden Sommer zwei wichtige Bauprojekte aufs Wartegleis geschoben. Der Grund: Wegen des anhaltenden Baubooms hatten die Angebote der Baufirmen entweder deutlich über der Kostenschätzung gelegen oder es hatte erst gar keine Bewerbungen gegeben.

Jetzt aber ist Bewegung in die Vorhaben gekommen. „Für den Oberkirchplatz soll es Anfang Januar eine erneute Ausschreibung geben“, sagte Stadtsprecher Jan Gloßmann auf Nachfrage. Zur Fußgängerbrücke liefen derzeit letzte Abstimmungen mit der Bahn. „Wir hoffen, dass diese Gespräche noch vor Weihnachten abgeschlossen werden können“, so Gloßmann weiter. Ausgeschrieben werden könne dann entweder noch Ende Dezember oder im Januar.

In beiden Fällen ist die Arbeit hinter den Kulissen weitergegangen. Im Vorfeld der Sanierung des Oberkirchplatzes haben die Planer nach den Worten des Stadtsprechers die Papiere nochmals durchforstet, um den Aufwand zu reduzieren.

„Die Angebote für die Arbeiten am Oberkirchplatz lagen mehr als 20 Prozent über der Ausschreibung“, hatte Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe (SPD) im Sommer konstatiert. Das sei nicht hinnehmbar gewesen. Deshalb wurde das wichtige Bauprojekt mitten in der Altstadt erst einmal auf Eis gelegt. „Wir schauen jetzt, an welchen Stellen wir Veränderungen vornehmen können, ohne das Bauprojekt abzuspecken“, sagte Bürgermeisterin Tzschoppe. Das Gesamtkonzept sei jedoch nicht umgeworfen worden, stellt Jan Gloßmann fest. Die Einsparungen bezögen sich eher auf die Ausstattung. Zum Beispiel würden voraussichtlich etwas weniger Fahrradstellplätze eingerichtet.

Beim Projekt Oberkirchplatz drängt die Zeit. Denn das Fördergeld gibt es nur bis Ende 2019. Dann läuft das Modellstadt-Förderprogramm aus.

Wichtig für die zahlreichen Freunde des alljährlichen Höhepunktes im Veranstaltungskalender der Stadt ist folgende Konstante im Bauablauf: Wie ursprünglich geplant, soll auch im zweiten Anlauf wieder zwischen zwei Stadtfesten gebaut werden – also nach dem Stadtfest 2018 und bis zum Stadtfest 2019.

Die Fußgängerbrücke über die Bahnschienen zum Energiestadion hatte Ende Juli gesperrt werden müssen. Allerdings hatte sich für die Reparatur kein einziger Baubetrieb gemeldet. Deshalb muss auch dieses Projekt erneut ausgeschrieben werden, allerdings in geänderter Version. „Die Brücke sollte ursprünglich in zwei Bauabschnitten saniert werden, zunächst die Treppenanlagen, danach der Überbau“, berichtet Jan Gloßmann. „Beide Bauabschnitte werden nunmehr gemeinsam betrachtet, was jedoch detailliertere Absprachen/Planungen/Koordinierung mit der Deutschen Bahn wegen der darunter laufenden Gleise notwendig macht.“ Wenn die Koordinierung erfolgreich abgeschlossen wird, könnte von April bis Dezember 2018 gebaut werden.

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