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| 12:23 Uhr

Verkehrsgutachten bestätigt
Zwei neue Autobahnanschlüsse für Cottbus

 Der Autobahnanschluss Cottbus-West soll bestehen bleiben, gegebenenfalls auch versetzt werden. Mit der bestehenden Anschlussstelle Süd sowie einer neuen möglichen Abfahrt bei Hänchen/Kolkwitz und der neuen Anschlussstelle bei Kahren hätte Cottbus insgesamt vier Auf- und Abfahrten zur A15.
Der Autobahnanschluss Cottbus-West soll bestehen bleiben, gegebenenfalls auch versetzt werden. Mit der bestehenden Anschlussstelle Süd sowie einer neuen möglichen Abfahrt bei Hänchen/Kolkwitz und der neuen Anschlussstelle bei Kahren hätte Cottbus insgesamt vier Auf- und Abfahrten zur A15. FOTO: Frank Hilbert
Cottbus. Cottbus soll in Zukunft vier Autobahnanschlüsse haben. Das ist das Ergebnis einer jetzt abgeschlossenen Verkehrsuntersuchung. Für zwei lang ersehnte Ortsumfahrungen an den Bundesstraßen 169 und 97 hat Verkehrsministerin Kathrin Schneider den Planungsstart ausgerufen. Von Jan Augustin

An Klein Oßnig, Annahof und Klein Gaglow an der Bundesstraße 169 sowie Groß Oßnig und Gallinchen an der B 97 soll künftig der Verkehr vorbei rollen. Die Idee ist nicht neu und deren Umsetzung seit Jahren gefordert. Jetzt hat Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) den offiziellen Planungsstart für diese beiden Projekte ausgerufen. In acht bis zehn Jahren könnte alles fertig sein, so die grobe Schätzung.

Technologie- und Industriepark TIP besser anbinden

Die Ingenieurgruppe IVV hatte in den vergangenen Wochen die Verkehrsströme in der Lausitz analysiert und nun ein Ergebnis vorgelegt. Das sieht auch einen neuen Autobahnanschluss bei Hänchen/Kolkwitz vor, um den Cottbuser Technologie- und Industriepark TIP auf dem ehemaligen Flugplatz-Areal anzubinden. Mit dem für die künftige Ortsumfahrung von Cottbus bereits feststehenden neuen Anschluss bei Kahren hätte Cottbus in einigen Jahren dann insgesamt vier Autobahn-Anschlussstellen.

Die Industrie- und Handelskammer Cottbus begrüßt den Planungsstart. Die Bundesstraße 169 zwischen Cottbus und Schwarzheide sei die wichtigste Fernverkehrsstraße in West-Ost-Richtung in der Lausitz. Seit März dieses Jahres ist die Strecke für den Lkw-Durchgangsverkehr gesperrt. Laut IHK soll das der regionalen Wirtschaft zehn Millionen Euro pro Jahr kosten – „ein Standortnachteil, der auch potenzielle Investoren schreckt“, sagt Infrastrukturexperte Jens Krause. „Doch diese werden für einen gelingenden Strukturwandel dringend benötigt.“ Hier und auch an der B 97 könne perspektivisch nur der Bau einer Ortsumfahrung helfen.

Planungen für Ortsumfahrungen vorantreiben

„Der Start der Planungen für die beiden Ortsumfahrungen um Klein Oßnig/Annahof/Klein Gaglow und Cottbus-Gallinchen sind ein gutes und wichtiges Signal für die lärmbetroffenen Einwohner in den Ortschaften und die Wirtschaft der Region. Jetzt müssen die Planverfahren für die beiden künftigen Ortsumfahrungen allerdings auch prioritär und mit maximalem Tempo durch das Land vorangebracht werden“, fordert Peter Kopf, Präsident der IHK Cottbus.