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Zwei Drittel in Spree-Neiße wollen selbst kompostieren

Spree-Neiße. Die Umsetzung des Bioabfallkonzepts im Landkreis Spree-Neiße schreitet voran. 24 900 Rückantworten seien bis Ende Mai eingegangen, erläuterte Susanne Neuer, Werkleiterin des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft im Fachausschuss. kkz

Insgesamt waren im Februar 32 360 Bürger befragt worden, ob sie eine Biotonne wünschen oder die entsprechenden Abfälle selbst kompostieren wollen. Denn zum 1. Januar 2019 wird in Spree-Neiße flächendeckend die Biotonne eingeführt.

Die Auswertung habe bisher ergeben, dass rund 19 700 Bürger und damit etwa zwei Drittel der Grundstückseigentümer den Biomüll selbst kompostieren wollen. In jedem Fall prüften die Mitarbeiter im Eigenbetrieb Abfallwirtschaft, ob die Angaben zur Grundstücksgröße und Personenzahl schlüssig waren, teilweise wurde das Geo-Informationssystem zur Kontrolle herangezogen. Weitere 3830 Kunden beantragen eine 120-Liter-Biotonne und 1142 Kunden bestellen den 240-Liter-Behälter. Mit den Großvermietern habe man ebenfalls Vereinbarungen getroffen. Hier sei im Moment noch schwer abschätzbar, wie die Mieter die Trennung der Abfälle bewerkstelligen.

Aktuell stehen Rückmeldungen von 7650 Grundstückseigentümern aus. Sie haben noch etwa drei Wochen bis zum 28. Juli Zeit zu erklären, ob sie ihren Bioabfall selbst kompostieren. "Wer sich nicht meldet, bekommt im Herbst 2018 eine 120-Liter-Tonne", erläuterte Neuer die weitere Verfahrensweise. Bis Mitte August sollen alle Antworten ausgewertet sein. Dann ordert der Landkreis 11 000 kleine und 1200 große Biotonnen. Der Eigenbetrieb beginnt jetzt, die Touren für die Biotonnenleerung zu planen. Die AGNS werde den gesamten Kreis befahren, so Neuer, weil in jedem Ort mindestens eine Tonne stehe.