Benzin, Strom, Gas, Müll, Abwasser, ab dem kommenden Jahr die Grundsteuern - jeder will mehr.
Protest ist verständlich. An der Gebührenschraube zu drehen, geht einfach und schnell, ist aber nicht bürgerfreundlich. Andererseits müssen Gebühren und Entgelte kostendeckend erhoben werden - dazu ist die Kommune verpflichtet.
„Kostendeckend“ bedeutet bei überdimensioniert geplanten Kläranlagen für den Bürger an sich schon eine Zumutung. Und das ist noch nicht alles. Wenn wie im Fall des Niederschlagswassers sich Grundstücksbesitzer vom Benutzerzwang befreien lassen können, heißt das: Wer das Regenwasser dem allgemeinen Wasserhaushalt zurückführt, tut etwas Gutes für die Umwelt - aber nicht fürs eigene Portemonnaie. Denn je weniger einleiten, desto teurer wird die Unterhaltung von Anlage und Netz für die anderen. Und das grenzt irgendwie an Schizophrenie.