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| 13:30 Uhr

Strukturwandel
„Zukunftswerkstatt Lausitz“ will konkrete Pläne vorbereiten

Blick über den Findlingspark Nochten zum sächsichen Kraftwerk Boxberg. Foto: dpa
Blick über den Findlingspark Nochten zum sächsichen Kraftwerk Boxberg. Foto: dpa FOTO: Monika Skolimowska / dpa
Cottbus. Projekt zur Gestaltung des regionalen Strukturwandels startet heute in Görlitz. Von Christian Taubert

Wie ist die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH in den nächsten fünf Jahren finanziell aufgestellt? Darüber wird die Gesellschafterverammlung des Gremiums, in dem die sechs Lausitzer Landkreise und Cottbus vertreten sind, heute beraten. In dem länderübergreifenden Instrument zur Gestaltung des Strukturwandels in der Region werden auch die Weichen dafür gestellt, Projekte mit Förderprogrammen des Bundes kompatibel zu machen.

Unterdessen startet heute nach monatelanger Anlaufphase das erste Strukturwandel-Projekt. Unter dem Dach der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH geht die „Zukunftswerkstatt Lausitz“ an den Start und drückt aufs Tempo.

„Sie wird in unserem Auftrag von Görlitz bis Lübben zukunftsweisende Vorhaben mit Unternehmen oder Institutionen vorbereiten, die vom Bund gefördert werden können“, erklärte der Landrat des Oberspreewald-Lausitz-Kreises, Siegurd Heinze (parteilos), gegenüber der RUNDSCHAU. „Es geht um die konkrete Umsetzung von Ideen, die den Strukturwandel in der Region befördern sollen.“

Die vom Bund finanzierte ,Zukunftswerkstatt Lausitz‘, für deren Projektarbeit das Land Brandenburg sieben Millionen Euro an Fördermitteln bereitgestellt hat, will am Montag in Görlitz in einer Gesprächsrunde mit Vertretern aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Verwaltungen die Erwartungen, Ideen und Chancen für die Lausitz ausloten. Danach wird die Dezernentin im Görlitzer Landratsamt, Heike Zettwitz, in das Projekt einführen und das künftige Projektteam vorstellen.

Gegenüber der RUNDSCHAU erklärte Heike Zettwitz, dass es auch zu den Aufgaben der Zukunftswerkstatt gehöre, bis zum Jahr 2020 ein Leitbild für die Lausitz zu entwerfen. Dabei verwies sie auf eine „konzeptionelle Lücke“. Es sei notwendig, die wirtschafts-politische Entwicklung nach der Braunkohle sowie eine Digitalisierungsstrategie darzustellen.

Vor dem Hintergrund, dass eine vom Bund angekündigte Strukturkommission bald nach der Regierungsbildung betroffene Regionen an einem Tisch holen werde, sagte die Dezernentin: „Wir werden in Berlin mit ersten Projekten antreten.“