| 02:33 Uhr

Bundestagswahl
"Zukunft Heimat” feiert AfD unter lautem Protest

Zwischen 100 und 150 Cottbuser protestierten am Dienstagabend gegen die Demo des rechtspopulistischen Vereins "Zukunft Heimat".
Zwischen 100 und 150 Cottbuser protestierten am Dienstagabend gegen die Demo des rechtspopulistischen Vereins "Zukunft Heimat". FOTO: dsf
Cottbus. Nach dem Wahlerfolg der AfD in Cottbus und Spree-Neiße haben sich am Dienstagabend Flüchtlingsgegner zum "Feiern und Mahnen" vor dem Staatstheater versammelt. Kurz nach der Ankündigung durch den Golßener Verein "Zukunft Heimat", der seit Mai dieses Jahres regelmäßig in Cottbus Demonstrationen organisiert, haben drei Cottbuser Privatpersonen kurzfristig eine Gegendemo angekündigt – ausdrücklich ohne direkte Beteiligung der beiden Bündnisse "Cottbuser Aufbruch" und "Cottbus Nazifrei", wie die Veranstalter betonen. Daniel Schauff

Die nötige Anmeldung war laut Organisatoren bei der Stadtverwaltung nur wenige Stunden vor Demo- und Gegendemobeginn eingegangen.

Zwischen 100 und 150 Gegendemonstraten hatten sich bis 19 Uhr auf der Straßenkreuzung Karl-Liebknecht- und Wernerstraße versammelt, um mit Trillerpfeifen und Ähnlichem die Kundgebungen vor dem Theater zu stören. Aus dem Club "Scandale" drang laute Musik, die "Zukunft Heimat"-Chef Hans-Christoph Berndt als willkommene "Untermalung" der Vereinsfeier zum AfD-Erfolg bezeichnete.

Der Golßener Verein feierte derweil mit ebenfalls knapp 150 AfD-Anhängern das Bundestagswahlergebnis vom vergangenen Sonntag. Die AfD hatte bei der Bundestagswahl im Wahlkreis Cottbus/Spree-Neiße 26,84 Prozent der Zweitstimmen geholt und ist somit die stärkste Partei im Wahlkreis.