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Regionalentwicklung
Strukturwandel in der Lausitz kommt in Fahrt

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU): „Forum Lausitz“ soll ein Baustein zum Strukturwandel in der Lausitz sein.  Foto: dpa
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU): „Forum Lausitz“ soll ein Baustein zum Strukturwandel in der Lausitz sein. Foto: dpa FOTO: Bernd von Jutrczenka / dpa
Weißwasser/Cottbus. Das „Forum Lausitz“ folgt der „Zukunftswerkstatt Lausitz“ – Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer lädt nach Weißwasser. Es sollen erfolgreiche Initiativen in der Region vorgestellt und über künftige Handlungsfelder beraten werden. Von Christian Taubert

Die Zukunft der Lausitz rückt in dieser Woche zum zweiten Mal in den Fokus. Am Montag hat in Görlitz die sächsisch-brandenburgische „Zukunftswerkstatt Lausitz“ ihre Projektarbeit aufgenommen. Jetzt lädt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer am Donnerstag zum „Forum Lausitz“ nach Weißwasser. Der CDU-Politiker formuliert es als Ziel der Tagung, einen Beitrag zur Entwicklung technologischer und gesellschaftlicher Innovationen zu leisten, die Wirtschaftsregion zu stärken, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Kooperationen zu unterstützen. Dazu wird das vom Bundesforschungsministerium und dem Land Brandenburg unterstützte Forum 20 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft hören, die erfolgreiche Initiativen in der Region und künftige Handlungsfelder vorstellen. Im Form soll darüber beraten werden.

Für den Dresdner Regierungschef bieten ländliche Wirtschaftsregionen und Forschungsstandorte wie die Lausitz große Chancen – für die Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen, für die Einwohner und ihre Familien und für künftige Generationen. Dazu brauche es mutige Geschäftsideen, innovative Unternehmer und Wissenschaftler und eine gute Partnerschaft zwischen den regional Engagierten auch über die Landesgrenzen hinaus. „Wir unterstützen den Strukturwandel im engen Schulterschluss mit diesen kreativen und klugen Köpfen vor Ort“, betont Kretschmer im Vorfeld. Das „Forum Lausitz“ sei dabei ein Baustein von vielen.“

Thomas Kralinski, Chef der Potsdamer Staatskanzlei: Sachsen und Brandenburg ziehen für die weitere Entwicklung der Lausitz an einem Strang.  Foto: dpa
Thomas Kralinski, Chef der Potsdamer Staatskanzlei: Sachsen und Brandenburg ziehen für die weitere Entwicklung der Lausitz an einem Strang. Foto: dpa FOTO: Bernd Settnik

Für Brandenburgs Chef Staatskanzlei Thomas Kralinski „ist der Strukturwandel in der Lausitz in vollem Gange. Viel Neues ist entstanden“. Die Landesregierungen von Sachsen und Brandenburg würden für die weitere Entwicklung an einem Strang ziehen. Dafür sei im vergangenen Sommer ein gemeinsames Grundsatzpapier zur „Zukunft der Industrieregion Lausitz“ beschlossen worden. Allein für Brandenburg listet es etwa 50 Maßnahmen auf. „Uns ist wichtig, dass die Region nach außen mit einer Stimme auftritt“, erläutert Kralinski. Das sei jüngst beim Lausitzempfang bei der EU in Brüssel bereits gut gelungen.

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