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| 18:40 Uhr

Tauer
Sender ruft Zugunglück bei Tauer in Erinnerung

Ein verheerendes Bild bot sich am 13. März 1989 den Rettern, die beim Zugunglück bei Tauer zum Einsatz kamen.
Ein verheerendes Bild bot sich am 13. März 1989 den Rettern, die beim Zugunglück bei Tauer zum Einsatz kamen. FOTO: LR-Archiv (ADN)
Cottbus/Tauer. Der Mitteldeutsche Rundfunk will in der Lausitz drehen und sucht für seine Reihe „Lebensretter“ Zeitzeugen. Von Antje Posern

„Zugunglück fordert zwei Todesopfer“ titelte die LAUSITZER RUNDSCHAU am 14. März 1989 auf der zweiten Seite der Gesamtausgabe. Am Tag zuvor, einem Montag, waren gegen 13.10 Uhr im Bereich des Betriebsbanhofs Tauer in der Nähe des Truppenübungsplatzes Tauer ein Personenzug auf der Strecke Frankfurt (Oder)  Cottbus und ein Güterzug frontal zusammengestoßen. Wie die RUNDSCHAU damals berichtete, waren auf der eingleisigen Strecke die Lokomotiven beider Züge aufgrund der Kollision entgleist, zwei Personenwagen ineinander verkeilt, ein Waggon war über die Lok geschoben. Zwei Fahrgäste konnten am Abend nur noch tot aus den Trümmern geborgen werden, vier Fahrgäste und der Lokführer des Personenzuges wurden im Krankenhaus behandelt. Am Ende waren sogar drei Todesopfer zu beklagen. Als Ursache des Unglücks wurde das Nichtbeachten eines auf Halt zeigenden Einfahrtsignals genannt.

Der Mitteldeutsche Rundfunk will  in seiner Sendereihe „Lebensretter“ über diesen tragischen Unfall berichten. Sein Sender sei dafür jetzt auf der Suche nach Augenzeugen dieses Unglück vor 29 Jahren, so Sven Bormann, der als Redakteur für die „Lebensretter“-Reihe beim MDR arbeitet. Gesucht würden damalige Zuginsassen und Rettungskräfte – sowohl aus den Reihen der professionellen Retter wie die eingesetzten Feuerwehrleute als auch der Zivilverteidigung, der Nationalen Volksarmee und der Transportpolizei. Ebenso benötige der MDR Bildmaterial zum Zugunglück sowie Informationen und Bild- wie Videomaterial über den Truppenübungplatz Lieberose. Zeitzeugen werden gebeten, sich direkt bei Sven Bormann zu melden: E-Mail sven.bormann@saxonia-entertainment. de, Telefon 0341 35004109.

Bei der Reihe „Lebensretter“ stehen genau diese im Fokus. „Wir sprechen mit ihnen ebenso wie mit Experten“, sagt Sven Bormann. Auch in Cottbus hat der MDR  schon gedreht, als er über den Absturz einer MiG-21 im Januar 1975 berichtete. Vor drei Jahren ließ der Sender den katastrophalen Waldbrand 1992 vor den Toren Weißwassers wach werden.