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| 18:37 Uhr

Ton und Töpfern
Zu Gast im „Keramikdrachen-Kreißsaal“

Ruth und Hanna Ludwig probierten selbst aus, wie das Töpfern funktioniert. Entstanden sind Namensschilder.
Ruth und Hanna Ludwig probierten selbst aus, wie das Töpfern funktioniert. Entstanden sind Namensschilder. FOTO: Marion Hirche
Kolkwitz . Kolkwitz feiert den Tag der offenen Töpferei.  

Unter den acht Töpfereien im Spree-Neiße-Kreis und Cottbus, die am Wochenende  ihre Türen für Besucher öffneten, waren auch die Kolkwitzer  Keramikwerkstätten  „Dekorative Keramik“ und  die Töpferei Birgit Werner in Limberg mit dabei. Birgit Werner töpfert seit den Siebzigern. 1989 eröffnete sie ihre eigene  Werkstatt, die sich seit 2011 an ihrem Wohnhaus in Limberg im Ringweg befindet. Seit zehn Jahren hat sie  ein ganz besonderes Aushängeschild: Ihre Feuer-speienden Keramikdrachen sind einmalig in der Töpferwelt. „Die Drachenbootfahrer von Cottbus wollten für ihre Regatta besondere Pokale und so habe ich die Drachen geformt. Anfangs waren sie  noch ohne Funktion, aber schon ein Jahr später  konnten sie dank Lampenöl richtig Feuer speien“, erinnert sich die gestandene Keramikerin. Auch beim Tag der offenen Tür  bot sie wieder Drachen in vier Größen an. Außerdem präsentierte sie in ihrem „Keramikdrachen-Kreißsaal“ einen neuen  Minidrachen: „Das ist ein Teelicht-Drachen“. Viele dieser Drachenbabys standen noch im Brennofen, warteten auf die  Bemalung.

Wie das mit dem Herstellen von Keramikkunstwerken geht, das probierten Ruth und Hanna Ludwig am Sonnabend in der  Werkstatt von Birgit Werner aus. „Wir machen jeder ein Namensschild, das dann zu Hause an unsere Türen kommt.“ Mutter Christine  erzählte, dass sie schon im letzten Jahr hierher gekommen waren und dass es den Mädchen sehr viel Spaß gemacht habe. Auch Vater Carsten und die kleineren Brüder Ben und Elias schauten den sieben- und achtjährigen Mädchen zu. Die Hausherrin half den Mädchen und dann nahm sie von Regina John aus Forst eine Keramik entgegen, die sie in einem ihrer beiden Öfen brennen wird. „Ich bin Hobbykeramikerin, denn der Ton zieht mich immer an. Bei uns in Forst gibt es niemanden, bei dem ich es brennen lassen könnte“, war von der Rosenstädterin zu erfahren. Außerdem ließ sich  Regina John noch das Kerze-ziehen  zeigen. Bis Sonntag kamen viele Neugierige, aber auch Käufer, die die füllbaren Ostereier, Eierbecher, Serviettenbehälter, Schalen haben wollten.

Genauso war es im Keramikgeschäft von Ralf Siewert. In der Kolkwitzer Werkstatt an der Berliner Straße hatte der Keramikosterhase eine deutliche Handschrift hinterlassen: Osterhasen und Küken mit den typischen spitzbübischen Siewert-Gesichtern waren ebenso im Angebot wie  Gartenwichtel und Gartenschilder, Teelichttürme und sogar Keramikkörbe. In der Werkstatt hinter dem Verkaufsraum töpferten fünf Frauen: „Wir haben uns wieder jeweils drei Gruppen für die beiden Tage eingeladen, die sich hier eine Figur oder ein Gefäß töpfern können“, war von Kerstin Siewert zu erfahren. Alexandra Schulz gehörte wie schon im Vorjahr zu den  Hobbyformerinnen: „Hier ist es sehr schön, entspannend und man lernt neue Leute kennen.“ Zu den neuen Bekannten gehört für sie nun auch  Christel Kappa aus Kolkwitz, die auch mitarbeitete und vor allem die Geschenkideen richtig super findet. Neben der Werkstatt warteten die Garten-Truden noch  auf die finale Bearbeitung. „Das sind unsere neuen Figuren in diesem Jahr“, präsentierte Ralf Siewert die kräftigen gemütlich dreinschauenden Figuren in unterschiedlichen Größen.