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Zarte Pflänzchen werden sorgsam gehegt

Cottbus. Mit einer Festveranstaltung ist am Freitagabend die Gründung der Cottbuser Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur im Jahr 1992 gefeiert worden. Bürgermeister Holger Kelch (CDU) verwies dabei auf die Rolle der Schule für die Bewahrung der Identität der Minderheit. rur1

Der sächsische Landtagsabgeordnete Marko Schiemann (CDU) ergänzte: "Das zarte Pflänzchen der zwangzigjährigen Schule muss wie das zarte Pflänzchen der Sprache bewahrt und gehegt werden, da sie Brücken zu anderen Kulturen schlagen. "Erfahrungen zeigen uns, dass wenn eine Sprache stirbt, auch die Identität des Volkes in Mitleidenschaft gezogen wird. Und plötzlich ist auch die Kultur nicht mehr da", so Schiemann.

Nach den Worten des Historikers Peter Schurmann leistet die Cottbuser Schule einen wichtigen Beitrag zu den 1946 mit der Gründung der Niederlausitzer Domowina begonnenen Bemühungen, in der Region aus eigener Kraft Sprache und Kultur der sorbisch/wendischen Minderheit zu erhalten. Diesem Ziel haben sich seit 1952 auch die Sorbische Oberschule Cottbus und die Zentrale Sorbische Sprachschule für den Bezirk Cottbus gewidmet. "Die Sprachschule ist Botschafterin des Sorbischen und Wendischen. Sie macht Lust auf die Ergründung der Sprache und Kultur. Sie schlägt im Grenzgebiet Brücken zum slawischen Kulturraum und weckt das Interesse Zugezogener", hob Peter Schurmann hervor.