| 02:33 Uhr

Zahlen einer Kita-Studie laut Stadt nicht nachvollziehbar

Urlaubsreich aktiv - Cottbus (er)fahren Radtour von Klein Döbbern - Spremberger Talsperre nach Cottbus (ca 23 km) Rathaus Cottbus mit Weg des Ruhmes
Urlaubsreich aktiv - Cottbus (er)fahren Radtour von Klein Döbbern - Spremberger Talsperre nach Cottbus (ca 23 km) Rathaus Cottbus mit Weg des Ruhmes FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Die Stadt Cottbus wehrt sich gegen Darstellungen zu einer Studie der Bertelsmann-Stiftung, wonach die Stadt Schlusslicht bei der Kitabetreuung sein soll. Laut Studie soll Cottbus bei den Krippen im Personalschlüssel bundesweit den letzten Platz belegen. Rüdiger Hofmann

Auf eine Krippenerzieherin kämen somit im Schnitt 7,2 Kinder. Im Kitabereich würden pro Fachkraft 13,3 Kinder betreut. Im Vergleich belegt man so das hintere Feld.

"Die Studie ist nicht differenziert genug", sagt Stadtsprecher Jan Gloßmann. So würde der angesetzte Personalschlüssel nur die Erzieher berücksichtigen, die eine Betreuung der Kinder bis zu sechs Stunden übernehmen. "Wenn länger als sechs Stunden betreut wird, taucht das im Personalschlüssel nicht auf", so Gloßmann. "In Cottbus werden Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt durchschnittlich 44,4 Stunden pro Woche betreut, im Landesdurchschnitt nur 39,2 Stunden pro Woche", sagt Gloßmann. Damit hätte Cottbus die längsten Betreuungszeiten in Brandenburg. Die fünf Mehrstunden erklärt er damit, dass Eltern in Cottbus einen höheren Bedarf an Betreuung ihrer Kinder hätten als anderswo. Zudem sind seit dem in der Studie genannten Stichtag vom 1. März 2016 die Betreuungsschlüssel bereits zweimal angepasst worden und somit in der Studie nicht mehr aktuell.