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Cottbus
Zahl der Straftaten am Hauptbahnhof hat sich verdoppelt

Das Bundespolizeirevier ist zu Beginn des Jahres umfassend umgebaut worden. Seit Sommer arbeiten die Beamten in den neuen erweiterten Räumlichkeiten.
Das Bundespolizeirevier ist zu Beginn des Jahres umfassend umgebaut worden. Seit Sommer arbeiten die Beamten in den neuen erweiterten Räumlichkeiten. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. „Kriminalität an deutschen Hauptbahnhöfen steigt deutlich“,  titelte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ vor Kurzem. Teilweise hätte sich demnach die Zahl der Straftaten innerhalb von fünf Jahren verdoppelt. Doch, wie sieht es auf dem Cottbuser Hauptbahnhof aus? Die RUNDSCHAU hat nachgefragt. Von Daniel Steiger

Bei etwa jeder dritten Straftat handelt es sich um eine einfache Sachbeschädigung bzw. Graffitischmiererei oder Vandalismus. Etwa 15 Prozent der Delikte haben mit dem unerlaubten Besitz von Drogen zu tun. Michael Mäker zufolge ist der Anteil dieser Straftaten in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Und: „In der Regel handelt es sich hierbei um Kleinstmengen.“ Gewaltdelikte machten in den vergangenen fünf Jahren einen Anteil von vier bis neun Prozent aus.

Erst im Juni dieses Jahres haben die Bundespolizisten im Rahmen des Umbaus des Hauptbahnhofes Cottbus hier neue Räume bezogen. Auf insgesamt jetzt 1068 Quadratmetern – 200 mehr als vor dem Umbau – können die Beamten rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche ihren Dienst tun. 1,1 Millionen Euro haben Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen gekostet. Wieviele Bundespolizisten hier arbeiten und wie sich die Zahl in den vergangenen Jahren entwickelt hat, will Michael Mäker aus „einsatztaktischen Gründen“ nicht sagen. Zuständig ist das Cottbuser Revier für den „bahnpolizeilichen Aufgabenbereich“ in den Landkreisen Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster, dem Süden von Dahme-Spreewald und der Stadt Cottbus.

Der Hauptbahnhof Cottbus wird samt des Bahnhofsumfeldes derzeit für knapp 50 Millionen Euro umgebaut. Dabei spielt auch der Sicherheitsaspekt eine Rolle. Die Bundespolizei ist laut Mäker beratend in die Besprechungen zu den einzelnen Bauabschnitten einbezogen. Der Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei wird sich aber auch mit dem Umzug des Busbahnhofes an den Verkehrsknoten nicht ändern. Für diesen wird dann weiterhin die Landespolizei zuständig sein.

FOTO: LR