Das geplante Malxe-Center am Standort des früheren Merkur-Möbelhauses hat den Peitzer Stadtverordneten schon mehrfach Schweiß auf die Stirn getrieben: Immer wieder hat sich der Baubeginn verzögert, Unklarheiten über die künftigen Mieter sorgten für zusätzlichen Diskussionsstoff in der Stadt. Nun aber scheint endlich alles in trockenen Tüchern: Gerade erst hat sich Bürgermeister Jörg Krakow (SPD) mit Architekt und Projektentwicklern zu einem Arbeitsgespräch getroffen. "Noch müssen ein paar Hausaufgaben gemacht werden", sagt Krakow, insgesamt aber sei er guter Hoffnung. Nach Klärung einiger rechtlicher Fragen durch den Bauherren und der Abwicklung eines notwendigen Flächentausches sei er zuversichtlich, dass noch vor dem Winter mit dem Abbruch bestehender Gebäude begonnen werden kann.

Wann genau das Center fertiggestellt wird, ist offen. Jörg Krakow: "Durch den Flächentausch sind wir unabhängig von den Terminen des Fischerfestes, müssten nicht auf Zwang bis zum Spätsommer 2018 fertig werden." Ein solider Bau sei allemal besser als ein schneller.

Klar ist, dass das befürchtete Überangebot an Supermärkten nicht zum Problem wird - Aldi hat Abstand von seinen Peitz-Plänen genommen. Auch die Querelen um den Standort des Edeka-Marktes sind beigelegt. Sandy Weidemann, Betreiberin des bestehenden Marktes in der Gubener Straße, hat schweren Herzens einem Umzug ins neue Malxe-Center zugestimmt. "Obwohl ich mir Sorgen mache, ob wir künftig genug Kunden finden, wenn immer mehr Arbeitsplätze in der Kohle wegfallen."

Sie selbst müsse ein Darlehen im siebenstelligen Bereich aufnehmen, um den Umzug bewältigen zu können. "Wir sind privat, bekommen das nicht von Edeka finanziert." Dennoch wolle sie nun zuversichtlich in die Zukunft schauen.

Mit ihr wird, wie geplant die Peitzer Niederlassung der BHG mit einem Baumarkt und einem Gartencenter einziehen. Außerdem ist unter anderem die Ansiedlung eines Drogeriemarktes geplant.