ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:04 Uhr

Striesow
Traditionsverein feiertseinen 22. Geburtstag

Vereinsvorsitzende wie hier Frank Rybak vom Traditionsverein berichteten über die Aktivitäten des vergangenen Jahres.
Vereinsvorsitzende wie hier Frank Rybak vom Traditionsverein berichteten über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. FOTO: Marion Hirche
Striesow. Knapp 100 Striesower treffen sich zur Woklapnica und regen Sanierung von Trauerhalle und Bushaltestelle an.

Knapp 100 Striesower haben am Freitagabend im Striesower Dorfkrug an der Woklapnica, der traditionellen Einwohnerversammlung zum Jahresauftakt, teilgenommen. Sie erfuhren von den Erfolgen des Vorjahres, von Problemen und von den Vorhaben für 2018.

Bürgermeister Fred Kaiser und Ortsvorsteher Matthias Zempel suchten sich Unterstützung und fanden sie unter anderem in den Vereinsvorsitzenden des Ortes. Frank Rybak berichtete über die Aktivitäten des Traditionsvereines: „Auf den Tag genau hat unser Verein heute seinen 22. Geburtstag. Wir haben jetzt 24 Mitglieder und haben uns im letzten Jahr aktiv in das Dorf- und Amtsgeschehen eingebracht. Jetzt bereiten wir unsere große 135. Fastnacht zusammen mit der Jugend am 3. März vor“. Der Vereinsvorsitzende lud alle Striesower zum Fastnachtsauftakt am 2. Februar in den Dorfkrug ein.

Über eine Vielzahl von Aktivitäten informierte Ortswehrführer Uwe Bertels. Die Zahl der Weiterbildungsmaßnahmen, die die Kameraden 2017 besucht haben, war beeindruckend und machte deutlich, wie viel Zeit die Kameraden hier investieren. Zudem waren sie im Vorjahr zu 14 Einsätze ausgerückt – sieben Brandeinsätze und sieben technische Hilfeleistungen „Wir waren dreimal bei Waldbränden, hatten aber auch zwei Gebäudebrände“. Insgesamt zählt die Striesower Feuerwehr 51 Mitglieder, darunter 19 Einsatzkräfte. Besondere Verdienste hat die Wehr bei der Kinder- und Jugendarbeit. Auch 2017 nahm der Nachwuchs an vielen Aktivitäten teil, gewann neuen Mitglieder und belegte vordere Plätze bei Wettkämpfen.

Ebenso aktiv waren auch die Mitglieder der Kirchengemeinde. Unter Leitung von Pfarrerin Katharina Köhler gab es im Reformationsjahr eine Vielzahl von Unternehmungen – vom Open-Air-Gottesdienst an der Glocke bis hin zum Konficamp in Jüterbog. Katharina Köhler hob die  Veranstaltung zum 70-jährigen Bestehen des Posaunenchores hervor. „Mit 21 Mitglieder haben wir einen relativ großen Posaunenchor“. Sie machte für 2018 auf den Gottesdienst an der Glocke am 24. Juni und auf den Spreewaldkirchentag in Dissen am 9. September aufmerksam und lud zum Familiengottesdienst ein.

Olaf Smoger sprach über die Aktivitäten der Sportler, kündigte die Bildung eines Dartteams an und begründete die Aktivitäten zur Herrichtung des Sportlerheimes: „Hier soll es gemütlich sein. Das ist ein Treffpunkt, wir haben ja keinen Konsum oder eine Milchrampe, wo früher Dorfneuigkeiten ausgetauscht wurden“.

Bürgermeister Fred Kaiser informierte über Maßnahmen im Straßen- und Wegebau, monierte, dass die Gemeinde 260 000 Euro für den Breitbandausbau zahlen soll und forderte die anwesende Landtagsabgeordnete Roswitha Schier (CDU) auf, sich für eine 100-prozentige statt jetzt 90-prozentige Förderung einzusetzen. Kaiser berichtete über Sanierungsarbeiten am Kitazaun und an der Kitaheizung. Er bemängelte, dass es keinen Verantwortlichen für den Jugendklub gibt, obwohl sechs neue Mitglieder aufgenommen wurden, und rief die Striesower zum pfleglichen Umgang mit dem Gemeindebesitz auf. Außerdem regte er eine Leitbilddiskussion in Striesow an.

Ortsvorsteher Matthias Zempel war der Mann für die Zahlen: Striesow hat jetzt 382 Einwohner. 2017 gab es fünf Zuzüge, sieben Wegzüge, vier Verstorbene und ein Baby.  Dessen Vater Carsten Mellnikoff konnte nach gutem Brauch ein Begrüßungsgeschenk für seinen Sohn in Empfang nehmen.

In der Diskussion regten die Einwohner an, die Trauerhalle und die Bushaltestelle zu sanieren.

(jul)