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Wohnungssanierung für Adebare

Peter Worrack säubert das Storchennest auf seinem Grundstück alle zwei Jahre und entfernt dabei vor allem das wasserundurchlässige Material, das von den Adebaren angeschleppt wurde.
Peter Worrack säubert das Storchennest auf seinem Grundstück alle zwei Jahre und entfernt dabei vor allem das wasserundurchlässige Material, das von den Adebaren angeschleppt wurde. FOTO: jul1
Dissen. In wenigen Tagen werden die Störche in Dissen erwartet. 14 Horste stehen für die Vögel bereit. Marion Hirche/jul1

Natürlich werden unter den Neu-Dissener auch wieder Rückkehrer sein, denn Störche gelten in der Regel als nesttreu.

Die Dissener sind gut gewappnet für ihre langschnäbligen Mitbewohner. Dieser Tage wurden einige Horste im Ort auf Vordermann gebracht. "Wir vom Naturkundezentrumsverein haben eine Hebebühne ausgeliehen, damit wir die Storchenwohnungen saubermachen können", war von Bürgermeister Fred Kaiser zu erfahren. Die Horste am Dorfladen, an der Freilichtanlage "Stary lud" und an der Schmiede sind nicht nur gesäubert worden, sondern da wurden auch Nisthilfen angebracht. Das wohl schönste Storchennest im Dorf steht auf dem Grundstück von Peter Worrack. Der Mast, auf dem sich das Nest befindet ist von unten bis oben mit wildem Wein bewachsen und bietet dann im Sommer einen besonders schönen Anblick. Seit 1998 ist das Nest belegt. "Alle zwei Jahre mache ich hier sauber. Es ist schon erstaunlich, was man da raus holt, Tüten, Lumpen und vieles mehr. Alles das verstopft das Nest, sodass sich eine wasserundurchlässige Schicht bildet und dann ertrinkt der Storchennachwuchs bei starken Regen im eigenen Zuhause, wie vor zwei Jahren in einigen Nestern hier in der Umgebung", erklärt Peter Worrack. Diesmal holt er viele starke Zweige und Erde, die wie Beton so hart war, heraus. Auch ein Schlüpfer kam zum Vorschein. Der Dissener gab etwas Kies und Stroh ins Nest hinein: "Das Stroh ist eine Hilfe zum Nestbau." Auch die Adebarbehausungen bei Henry Jurisch und bei Andreas Worrack konnten Dank der ausgeliehenen Hebebühne noch gesäubert werden.

Die Mitglieder des Naturkundezentrumsvereins planen schon die nächste Maßnahme: "Wir wollen auch die Gräben säubern", kündigt Peter Worrack an.