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Wohnhäuser statt Hostel am alten Cottbuser Knast

Eine Luftaufnahme der früheren JVA. Foto: Mario Behnke
Eine Luftaufnahme der früheren JVA. Foto: Mario Behnke FOTO: Mario Behnke
Video Cottbus. Die Pläne, auf dem Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt (JVA) in der Bautzener Straße ein Hostel zu errichten, sind vom Tisch. Stattdessen sollen rund um das alte Gefängnis Wohnhäuser errichtet werden. Von Sven Hering

Noch in diesem Monat hofft Dieter Dombrowski auf einen Geldsegen. Der Verein Menschenrechtszentrum Cottbus, dem Dombrowski vorsteht, möchte den alten Knast zu einer Gedenkstätte umgestalten. Bund und Land haben Fördermittel in Aussicht gestellt. Einschließlich der Eigenmittel des Vereins sind laut Dombrowski rund zwei Millionen Euro eingeplant, um Fenster einzusetzen, Dächer zu erneuern, im Hauptgebäude sanitäre Einrichtungen zu realisieren und verschiedene Ausstellungen zu installieren. Nach dem Bebauungsplan, über den die Stadtverordneten in diesem Monat entscheiden wollen, soll das Innere des JVA-Geländes in seiner Struktur erhalten bleiben. Sowohl über die Bautzener als auch über die Gartenstraße sind Zufahrten auf das Gelände geplant. Das bereits bestehende Gebäude der ehemaligen Verwaltung an der Bautzener Straße wird derzeit als Wohnhaus umgebaut. Der westlich angebaute, bislang brachliegende Sozialtrakt eignet sich laut Bebauungsplan zur Einordnung von nicht störendem Gewerbe. Westlich davon liegt die derzeit ungenutzte ehemalige Direktorenvilla. Eine Nachnutzung dieses Gebäudes ist nicht ganz unproblematisch, weil die Fläche nördlich davon mit Altlasten belastet ist.

Neu gebaut wird laut Plan hauptsächlich entlang der Gartenstraße. Im Norden entstehen demnach größere Wohn- und Geschäftshäuser, während im Süden Eigenheime errichtet werden sollen. Dabei sind die direkt an der Gartenstraße stehenden Gebäude als Doppelhäuser geplant, um der Straße durch eine höhere Dichte mehr städtischen Charakter zu verleihen. Entlang der zur Gartenstraße verlängerten “kleinen„ Bautzener Straße sind Einzelhäuser vorgesehen. Im östlichen Teil der Straße führt ein kleiner Stich nach Norden und erschließt zusätzliche Wohngrundstücke, die zusammen mit der ehemaligen Mannschaftsunterkunft und dem Grundstück der GWG das Wohnquartier komplettieren. Ein Mehrfamilienhaus ist auch auf dem südöstlich gelegenen GWG-Grundstück geplant.
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