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| 14:37 Uhr

Wildtiere
Tierzucht in direkter Nachbarschaft zum Wolf

Die Gänse auf dem Biohof Auguste in Kolkwitz sollen in größtmöglicher Freiheit aufwachsen.
Die Gänse auf dem Biohof Auguste in Kolkwitz sollen in größtmöglicher Freiheit aufwachsen. FOTO: Martin Weimann / Lebenshilfe Hand in Hand
Cottbus. So schützt sich der Biohof Auguste gegen Angriffe.

Fast täglich werden junge Wölfe in den Wäldern zwischen Cottbus und Kolkwitz gesichtet, oft in unmittelbarer Nähe zum Biohof Auguste.  Tino Hoblisch, Werkstattleiter der Lebenshilfe und zuständig für den Hof, muss bisher keine Verluste in seinem Bestand beklagen. „Aber wir schützen unsere Tiere so gut wie irgend möglich.“ Derzeit leben rund 1500 Hühner, Zuchtgänse und Rinder auf dem Biohof.

Momentan brüten die Gänse, im Mai und Juni schlüpfen die Gössel. Leichte Beute für Angreifer: Der Habicht schlägt aus der Luft zu, der Fuchs findet ab und an ein Schlupfloch im Weidezaun. „Aber der Wolf jagt wohl eher im Dunklen“, sagt Tino Hoblisch. Dann seien die Tiere ohnehin sicher in ihren Ställen untergebracht, die nachts verschlossen werden. „Dort dürfte es ein Eindringling schwer haben“, vermutet der Werkstattleiter.

In Papitz hatten Wölfe vor wenigen Tagen drei Schafe angefallen, eines davon getötet. Wölfe, die vorwiegend in der Dämmerung und nachts unterwegs sind, erlegen neben Schwarz- und Dammwild  auch Nutztiere wie Ziegen, Kälber oder Schafe. Der Wolf ist nach Einschätzung von Experten sehr anpassungsfähig, ernährt sich bei Nahrungsknappheit auch von Kleintieren, Früchten oder Abfällen.

(hil)