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| 16:10 Uhr

Cottbus
Wo es in Cottbus am meisten blitzt

 Der Blitzer am Stadtring hat nach wie vor die meiste Arbeit: Das Gerät registrierte im vergangenen Jahr allein fast 11 700 Geschwindigkeitsverstöße.
Der Blitzer am Stadtring hat nach wie vor die meiste Arbeit: Das Gerät registrierte im vergangenen Jahr allein fast 11 700 Geschwindigkeitsverstöße. FOTO: LR / Peggy Kompalla
Cottbus. Der Stadtring-Blitzer hat die meiste Arbeit. An der Europakreuzung werden vor allem Rotfahrten geahndet. Insgesamt blitzte es im vergangenen Jahr in Cottbus fast 50 000 Mal. Von Peggy Kompalla

Der Rekord ist teuer. 680 Euro musste ein Baden-Württemberger dafür zahlen. Obendrauf gab es noch zwei Punkte. Der Führerschein war auch weg – für drei Monate. Mit 145 km/h war er mit seinem Auto in der Saarbrücker Straße geblitzt worden. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt dort nachts – also zwischen 22 und 5 Uhr – allerdings nur 30 km/h. Damit ragt er in der Cottbuser Blitzerstatitstik für 2018 heraus. Dabei ist es angesichts der Zahlen eine Alltäglichkeit, dass die Geräte fotografieren. Denn im ganzen Jahr wurden im Stadtgebiet knapp 50 000 Geschwindigkeitsüberschreitungen erfasst. Das sind 136 am Tag.

Die meiste Arbeit hat nach wie vor der Blitzer auf dem Stadtring, kurz vor der Kreuzung mit der Straße der Jugend. Er fotografierte im vergangenen Jahr allein 11 657-mal. Das macht fast die Hälfte aller Geschwindigkeitsverstöße aus, die alle stationären Blitzer der Stadt registrierten. Danach folgen mit deutlichem Abstand die Saarbrücker Straße stadteinwärts mit 6317 Verstößen und die Thiemstraße vor dem Krankenhaus stadteinwärts mit 3944 Verstößen. Hinzu kommen noch 2432 Ampelüberfahrten bei Rot an der Europakreuzung. Insgesamt registrierten die stationären Blitzer im vergangenen Jahr ganz genau 24 399-mal. Zusätzlich waren auch die mobilen Geräte im Einsatz. Sie erwischten 25 222 Autofahrer, die zu schnell unterwegs waren.

Die Tendenz geht mehr zur mobilen Geschwindigkeitsüberwachung. Das erklärt Stadtsprecher Jan Gloßmann angesichts der Zahlen. „Wir werden künftig stärker auf die mobilen Geräte setzen“, sagt er. „Damit sind wir auch deutlich flexibler und können auch je nach Unfallgeschehen reagieren.“ Zudem setze bei den stationären Blitzern der Gewöhnungseffekt ein. Sprich: Kurz vor dem Blitzer wird abgebremst, danach wieder Gas gegeben.

Entsprechend konsequent habe die Stadt die stationären Blitzer abgebaut. Demnach verschwanden in den vergangenen fünf Jahren mehrere Geräte vom Straßenrand – am Stadtring in der Höhe der Eisenbahnbrücke, an der Dresdener Straße in der Höhe Südfriedhof, an der Kreuzung von Lipezker und Schopenhauer Straße sowie am Nordring gegenüber dem Einkaufszentrum. In den nächsten Wochen verschwindet ein weiterer Blitzer. Im Zuge der Bauarbeiten rund um den Bahnhof wird das Gerät auf dem Bahnhofsberg bis Ende April ersatzlos abgebaut. „Dort werden wir mindestens ein Jahr lang beobachten, wie sich die Situation entwickelt“, kündigt Jan Gloßmann an.

Während Starkästen verschwanden, hat die Stadt im vergangenen Jahr aber auch technisch nachgerüstet. So stehen nun an der Europakreuzung und in Gallinchen an der B 97 Blitzersäulen, die mit Lasertechnik funktionieren. Die Kreuzung von Thiem- und Saarbrückerstraße sei ein Unfallschwerpunkt und mit dem Blitzer in Gallinchen habe die Stadt auf Forderungen der Anwohner und des Ortsbeirates reagiert.

Hauptaugenmerk bei der mobilen Überwachung seien die Tempo-30-Zonen in den Wohngebieten und vor sozialen Einrichtungen. Allein bei der Schulwegsicherung kontrollierte das Ordnungsamt im vergangenen Jahr 53 558 Fahrzeuge, von denen 3253 zu schnell unterwegs waren.

 Der Blitzer am Stadtring hat nach wie vor die meiste Arbeit: Das Gerät registrierte im vergangenen Jahr allein fast 11 700 Geschwindigkeitsverstöße.
Der Blitzer am Stadtring hat nach wie vor die meiste Arbeit: Das Gerät registrierte im vergangenen Jahr allein fast 11 700 Geschwindigkeitsverstöße. FOTO: LR / Peggy Kompalla