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| 02:33 Uhr

Wo die Cottbuser Urlaub machen

FOTO: SME1
Cottbus. Wenige Tage ist der Sommer erst alt und in knapp einem Monat beginnen die Sommerferien. Damit startet auch die Hauptreisezeit, in der viele Cottbuser ihren Jahresurlaub nehmen. Stephan Meyer / sme1

Die RUNDSCHAU hat in Reisbüros umgehört, wohin es die Cottbuser dieses Jahr in die Ferien zieht. Laut Ines Hübner, Verkaufsleiterin der Cottbuser DER Deutsches Reisebüro-Filialen, ist vor allem Spanien ein nach wie vor sehr gern gebuchtes Ziel. Insbesondere die Balearen mit Mallorca und die Kanarischen Inseln. Ähnliche Erfahrungen hat auch Karin Krebs, vom Reisebüro Creativ Tours gemacht. "Gestiegen ist die Nachfrage eindeutig nach Spanien, aber auch nach Griechenland mit seinen Inseln." Die Kunden des Reiseclub Cottbus-Reisebüros im Blechen Carré zieht es dieses Jahr eher nach Kroatien. "Aber auch Klassiker, wie Norditalien mit dem Gardasee und auch Österreich sind wie immer sehr beliebt", sagt Reisebüromitarbeiter Heiko Scholich. Kreuzfahrten sind nach wie vor "der große Renner", wie Karin Krebs anmerkt. Das Klischee, dass vorrangig Senioren Kreuzfahrten buchen, ist mittlerweile überholt. "Aufgrund des immer besser werdenden Preis-Leistungs-Verhältnisses buchen auch Familien sehr gern ein Schiffserlebnis", weiß Ines Hübner. Heiko Scholich hat darüber hinaus festgestellt, dass die Cottbuser immer weiter wegwollen. "Kunden, die beispielsweise schon ein, zwei Mal am Gardasee waren, wollen dann mal etwas anderes sehen. Unter anderem deshalb haben die Kreuzfahrten zugenommen." Generell sei die Nachfrage nach Reisen außerhalb Europas ebenfalls sehr groß.

Einen eindeutigen Fokus legen die Cottbuser bei der Urlaubsgestaltung nicht. Vor allem junge Familien buchen bei Ines Hübner eher Pauschalreisen, bei denen Baden, Erholung und die Animation im Vordergrund stehen. "Paare hingegen reisen auch gern individuell, organisieren sich einen Mietwagen, machen Ausflüge und schauen sich etwas an." Heiko Scholichs Hauptklientel sind vorwiegend ältere Kunden. Diese bevorzugen vor allem die geführten Erlebnisreisen des Unternehmens, um Kultur, Land und Leute kennenzulernen. Wegen der Sprachbarriere sind sie oft auf einen Reiseleiter angewiesen. Doch es muss nicht immer ins Ausland gehen. War Urlaub innerhalb Deutschlands für viele im Sommer jahrelang keine Option, reißen sich die Kunden um Buchungen bei bestimmten Inlandsreisezielen. "Die Ostsee ist immer zeitig ausgebucht", sagt Ines Hübner. "Auch die Nachfrage für Süddeutschland ist deutlich gestiegen." Viel eher sei das Kontingent erschöpft und das ein oder andere Angebot nur noch über eine vorgehende Rückbestätigung durch den Veranstalter möglich." Den Kunden gehe es dabei vor allem um die leichte Erreichbarkeit, Sicherheit und manchmal auch um leichte Verständigung. Sicherheit scheint eine immer größere Rolle bei den Urlaubern einzunehmen.

"Türkei und Ägypten werden aufgrund der innenpolitischen Situation seltener gebucht", weiß Karin Krebs. "Aber ich habe auch Stammkunden, die seit vielen Jahren in die Türkei reisen und sich davon nicht abhalten lassen." Städtereisen seien, wegen des gestiegenen Sicherheitsbewusstseins der Urlauber, ebenfalls zurückgegangen. Heiko Scholichs Kunden zum Beispiel halten sich angesichts des aktuellen politischen Klimas, neben der Türkei, auch bei Reisen nach Frankreich und dessen Hauptstadt zurück. "Aufgrund zu geringer Teilnehmerzahlen mussten wir auch schon Reisen absagen."

Die Dauer des Urlaubs ist bei den Cottbusern sehr unterschiedlich. Das sei auch eine Frage des Preises, weiß Karin Krebs. "Insbesondere Familien müssen für eine Reise oft tief in die Tasche greifen". Sie fahren deshalb meist nur eine Woche weg.

Wer vorhat, diesen Winter zu verreisen, kann bereits nächste Woche den Gang ins Reisebüro wagen. Dann gibt es die neuen Kataloge.