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| 18:00 Uhr

Vor Entscheidung zum Kohleausstieg
Wirtschaftsregion Lausitz beansprucht Führung im Strukturwandel

 Will den Strukurwandel der Lausitz aus einer Hand managen: Torsten K. Bork, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH mit Sitz in Cottbus.
Will den Strukurwandel der Lausitz aus einer Hand managen: Torsten K. Bork, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH mit Sitz in Cottbus. FOTO: Wirtschaftsregion Lausitz GmbH
Cottbus. Die Wirtschaftsregion Lausitz will die Führung im Strukturwandel übernehmen. Unterstützung bekommt die Wirtschaftsregion von der Industrie- und Handelskammer Cottbus. Die Lausitzrunde mit Christine Herntier an der Spitze gibt sich gesprächsbereit. Von Oliver Haustein-Teßmer

Die Lausitz steht vor einer einheitlichen Lösung zum Management des Strukturwandels beim Ausstieg aus der Braunkohle. Die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH (WRL) beansprucht dabei die Führung.

Dies sagte WRL-Geschäftsführer Torsten K. Bork, der RUNDSCHAU. Bork ist dafür, die von den Wirtschaftskammern und der BTU Cottbus-Senftenberg getragene Innovationsregion Lausitz GmbH (IRL) in die WRL zu integrieren.

Im Strukturwandel müssten die zum Teil schon vorhandenen Ideen und Projekte ertüchtigt und antragsfertig gemacht werden, sagte Bork: „Ich sehe als legitimiertes Instrument dafür vor allem die Wirtschaftsregion Lausitz.“ Den anderen Mitstreitern für die Lausitz biete er an, die Plattform WRL für eigene Maßnahmen mit zu nutzen.

IHK-Hauptgeschäftsführer: Innovationsregion und Wirtschaftsregion Lausitz können zusammengehen

Marcus Tolle, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus, befürwortet, dass IRL und WRL zusammengehen. „Wir als IHK sollten hier mit gutem Beispiel vorangehen. Wir müssen jetzt Investoren überzeugen. Deshalb müssen wir uns einig sein“, sagte Tolle.

Die Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos), Initiatorin der Lausitzrunde, die mit eigenen Vorschlägen zum Strukturwandel hervortritt, sagte, dass ein einheitlicher Ansatz diskutiert werde. „Wir erheben nicht den Anspruch, diesen Job zu machen“, sagte das Mitglied der Kohlekommission.

In Berlin verhandelt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag mit den Ministerpräsidenten der Kohleländer, wie viel Geld es vom Bund für den Strukturwandel gibt.

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