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Trinkwasser
LWG investiert neun Millionen Euro

Die LWG Lausitzer Wasser GmbH hat in diesem Jahr eine neue Trinkwasserleitung in Sachsendorf in Betrieb genommen. Die Arbeiten wurden unterirdisch in den Kollektoren erledigt. Im nächsten Jahr werden sie mit der Verlegung einer weiteren Leitung fortgesetzt.
Die LWG Lausitzer Wasser GmbH hat in diesem Jahr eine neue Trinkwasserleitung in Sachsendorf in Betrieb genommen. Die Arbeiten wurden unterirdisch in den Kollektoren erledigt. Im nächsten Jahr werden sie mit der Verlegung einer weiteren Leitung fortgesetzt. FOTO: LWG
Cottbus. Cottbuser Wasserversorger konzentriert sich im nächsten Jahr auf die Sanierung des Leitungsnetzes und verspricht stabile Preise für die nächsten zwei Jahre. Von Peggy Kompalla

Die LWG Lausitzer Wasser GmbH will im kommenden Jahr mehr als neun Millionen Euro in den Neubau und die Sanierung des Leitungsnetzes stecken. Damit plant der Wasserversorger deutlich höhere Investitionen als in diesem Jahr. 2017 summieren sie sich auf fünf Millionen Euro. Gleichzeitig  verspricht das Unternehmen für die kommenden zwei Jahre einen stabilen Trinkwasserpreis von 1,22 Euro je Kubikmeter – das entspricht 0,12 Cent je Liter.

Der Kaufmännische Geschäftsführer Reinhard Beer betont: „Wir haben seit zehn Jahren einen stabilen Trinkwasserpreis. Nur durch die Größe unseres Versorgungsgebietes sind wir dazu in der Lage, die unterschiedlichen Voraussetzungen und nötigen Investitionen in den einzelnen Kommunen auszugleichen.“ Davon profitierten alle Kunden – sowohl auf dem Land als auch in der Stadt. Das Trinkwasser-Versorgungsgebiet der LWG umfasst neben Cottbus und den Ortsteilen auch Drebkau, Neuhausen und Kolkwitz sowie Teile der Ämter Lieberose, Schenkenländchen sowie das Amt Altdöbern und die Gemeinde Märkische Heide.

Beer zufolge arbeitet die LWG kontinuierlich daran, ihre Prozesse zu optimieren, um die Betriebskosten im Zaum zu halten. Dafür muss auch Geld in die Hand genommen werden. So habe die LWG im März im Wasserwerk Eichow eine effektiviere und stromsparendere neue Pumpenanlage eingebaut. Auch die Investition in eine Photovoltaikanlage in Sachsendorf habe sich gelohnt, helfe sie doch die eigenen hohen Stromkosten zu senken. Die Modernisierung der Trinkwasseranlangen und -leitungen gehöre ebenso dazu. Dem Betrieb hilft aber auch der Bevölkerungszuwachs in Cottbus. „Die frohe Botschaft ist, dass wir von den Rückgängen der vergangenen Jahre in der Region weg sind“, sagt Reinhard Beer. „Auch das hilft uns, die Preise stabil zu halten.“ So gebe es für das Jahr 2018 die Prognose, dass 300 neue Wohnungen in Cottbus neu angeschlossen werden müssen.

Bei den Investitionen legt die LWG eigenen Angaben zufolge den Fokus auf die Sanierung des Netzes. Mit 3,2 Millionen Euro werden demnach rund ein Drittel für den Trinkwasserbereich ausgegeben, 6,2 Millionen Euro fürs Abwasser. „Einige Leitungen in Cottbus stammen noch aus der Zeit von Oberbürgermeister Paul Werner, als die Erschließung der Stadt beschlossen wurde“, sagt Beer. Das war im Jahr 1884.

Die größte Baustelle wird die LWG im kommenden Jahr in der Spremberger Vorstadt eröffnen. Die Trink- und Abwasserleitungen zwischen Leipziger-, Senftenberger- und Finsterwalder Straße sollen erneuert werden. „Das wird eine komplizierte Baustelle“, prophezeit Beer. Allein die Koordinierung mit der Notaufnahme und der Krankenhauszufahrt in der Leipziger Straße werde eine Herausforderung. Baubeginn veranschlagt er für Mai. In der Bautzener Straße sollen in zwei Bauabschnitten ebenfalls die Leitungen erneuert werden. Genauso in der Magazinstraße und der Rudolf-Breitscheid-Straße. Abwasserkanäle werden erneuert in der Hagenwerdaer-, Lipezker-, Zielona-Góra- und Sielower Straße. Nicht nur in Cottbus baut die LWG: In Kolkwitz werden neue Trinkwasserleitungen verlegt, um ein Wohngebiet zu erschließen. In Gulben werden die Trinkwasserleitungen mit dem Straßenbau erneuert und der Hochbehälter Ressen wird weiter saniert, um die Versorgung in Drebkau zu sichern.

FOTO: LR