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Wirtschaft
Ökologischer Bausatz zum Anfassen und Mitmachen

Cottbus. Wanderausstellung Bau-Natour 2.0 in Cottbus

Was hat eine Holzhütte auf dem Altmarkt zu suchen? Ganz einfach, sie ist das Herzstück der Ausstellung Bau-Natour 2.0  „Nachhaltig Bauen —  Modern  Wohnen“, in dem Neugierige Platz nehmen und sich informieren lassen können. Die Wanderausstellung des Bundeslandwirtschaftsministeriums und der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe wird am Dienstag um 16 Uhr eröffnet.

„Wir sind bis zum 22. April täglich von 10 bis 18 Uhr vor Ort, auch am Wochenende“, kündigt Projektleiter Michael Lohr an. „Bau- und Einrichtungsstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sind ökologisch, ästhetisch und hinsichtlich ihrer technischen und wohngesunden Eigenschaften eine echte Alternative. Die Bau-Natour 2.0 vermittelt die Vielfalt dieser Materialien sinnlich erlebbar. Bauherren, Modernisierer und Sanierer können sich zu allen Fragen rund um das Thema  kompetent, kostenfrei und neutral beraten lassen“, sagt er und freut sich auf ein  Wiedersehen. „Ich habe Cottbus  2010  zum ersten Mal kennenlernen dürfen und als sehr offene Stadt erlebt. Damals hat die Bau-Natour  vor der Stadthalle Station gemacht, mit Fachfirmen aus der Region als Mitaussteller“, erinnert er und sagt: „Ich habe selten so viele freundliche Menschen getroffen wie in Cottbus.“ Lohr tourt seit 2009 mit der Wanderausstellung  durch Deutschland  und war damit  in mehr als 80 Städten.

Kooperationspartner der Bau-Natour 2.0 in Cottbus ist die Handwerkskammer. Sie hat begleitende Workshops für Fachbetriebe organisiert. 1770 der knapp 10 000 Mitgliedsbetriebe gehören zum Bau- und Ausbaugewerbe. Sie sichern mehr als 7000 Arbeitsplätze und haben ihre Kompetenz im nachhaltigen Bauen  ausgeweitet, sagt Axel Bernhardt von der  Handwerkskammer.

Die Berufsschüler für Bautechnik  am Kompetenzzentrum für Nachhaltiges Bauen (Komzet) der Bauindustrie in Dissenchen werden  auch einbezogen. Sie erhalten in Workshops Praxistipps von Fachfirmen zum Umgang mit Naturbaustoffen. Im Mittelpunkt stehen Dämmsysteme.

Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) wird am  Montag die Ausstellung besuchen. Warum das Landwirtschaftsministerium bei  Bau-Natour den Hut aufhat,  erklärt Michael Lohr: „Es geht um den stofflichen Nutzen von nachwachsenden Rohstoffen wie Holz   und den Effekt fürs Klima, wie  Land- und Forstwirtschaft dazu beitragen, und  Möglichkeiten der Förderung.“

(moe)
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