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| 19:46 Uhr

Gegen Protest der Lausitzer Wirtschaft
Tempolimit auf der A 13 kommt

 Auf der A 13 zwischen Spreewald-Dreieck und Schönefelder Kreuz wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 130 Kilometer pro Stunde reduziert.
Auf der A 13 zwischen Spreewald-Dreieck und Schönefelder Kreuz wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 130 Kilometer pro Stunde reduziert. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Cottbus . Das Land Brandenburg macht ernst. Ab der zweiten Jahreshälfte wird es auf der vielbefahrenen Autobahn A 13 ein Tempolimit geben. Für Lkw gilt dann ein Überholverbot. Das sorgt für Diskussionen. Von Kathleen Weser

Brandenburg wird auf der A 13 zwischen Spreewald-Dreieck und Schönefelder Kreuz in der zweiten Jahreshälfte die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 130 Kilometer pro Stunde reduzieren und ein Überholverbot für Lkw durchsetzen. Das kündigt Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) gegenüber der RUNDSCHAU an.

Tempolimit soll Unfallschwerpunkte entschärfen

Verkehrsexperten haben das Unfallgeschehen auf der Schnellstraße analysiert und dies ausdrücklich empfohlen, so Schneider. Auf der Strecke sind demnach sehr viele, auch schwere Unfälle zu verzeichnen. Örtliche Schwerpunkte sind indes nicht auszumachen.

 Ein Überholverbot für Lkw gilt bereits auf verschiedenen Autobahnen. Jetzt soll es auch auf der A 13 zwischen Spreewald-Dreieck und Schönefelder Kreuz gelten.
Ein Überholverbot für Lkw gilt bereits auf verschiedenen Autobahnen. Jetzt soll es auch auf der A 13 zwischen Spreewald-Dreieck und Schönefelder Kreuz gelten. FOTO: Johann Mueller

Riskante Überholmanöver von Lkw-Fahrern, im Volksmund auch Elefantenrennen genannt, sollen verhindert werden. Deshalb werde auch auf mobile Tempokontrollen der Ordnungshüter gedrängt.

Lausitzer Wirtschaft protestiert gegen Tempolimit

Gegen diese Neuregelung hatte neben einigen Landespolitikern auch die Lausitzer Wirtschaft – vertreten durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus – protestiert. Jens Krause, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK sagte im Februar: „Aus Sicht der Wirtschaft werden mit dem Tempolimit sowie dem Überholverbot für Lkw die eigentlichen Probleme der A 13 nicht gelöst. Durch diese Maßnahmen können Auffahrunfälle auf Stauenden oder Baustellen kaum verhindert werden.“

Online-Umfrage spricht sich klar gegen Tempolimit aus

Eine Online-Umfrage der RUNDSCHAU zeigte damals ein ähnliches Bild. Etwa zwei Drittel von mehr als 1100 abgegebenen Stimmen sprachen sich gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung aus. Lediglich 34 Prozent waren für ein Tempolimit.

Und was halten Sie von einem Tempolimit? Schreiben Sie uns unter leserbriefe@lr-online.de