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| 13:07 Uhr

Cottbus
Sparkasse soll mehr sponsern

Der Familientag im Tierpark wird von der Sparkasse unterstützt.
Der Familientag im Tierpark wird von der Sparkasse unterstützt. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Statt 2,1 soll die Sparkasse künftig 2,6 Millionen Euro an Sponsorenleistungen ausgeben.

Die Idee ist nicht neu. bereits vor zwei Jahren hat die AfD-Fraktion im Rathaus gefordert, mit Gewinnen der Sparkasse Spree-Neiße Löcher im städtischen Haushalt zu stopfen. Jetzt ist ein entsprechender Passus in das Haushaltssicherungskonzept aufgenommen worden: Das Geldinstitut soll künftig deutlich mehr Geld in Sport und Kultur der Region investieren. Bisher fließen jährlich 2,1 Millionen Euro an Vereine, Initiativen und Institutionen in Cottbus und Spree-Neiße. Nun will die Stadt 500 000 Euro mehr. Nicht als direkten Haushaltszuschuss sondern als indirekte Finanzhilfe. Dezernent Markus Niggemann (CDU): „Wenn die Sparkasse beispielsweise bestimmte Projekte im Tierpark finanziert, kann die Stadt entsprechend ihre Gelder anders einsetzen.“ Die Sparkasse sei zu Spenden und Förderung gemäß Satzung verpflichtet. „Da sie im Jahr elf bis zwölf Millionen Euro Gewinn macht – nach Abzug der Sponsoring-Gelder – tut eine Erhöhung der Sparkasse nicht weh“, sagt Niggemann. Im Haushaltssicherungskonzept der Stadt steht, dass die Stadt ein Engagement der Sparkasse in den Bereichen Stadtmuseum, Tierpark, Theaternative C, Glad-House, Karnevalsumzug „Zug der fröhlichen Leute“ erwartet. Nach Auffassung der Rathausspitze ist die Stadt als fünfzigprozentiger Gewährleistungsträger in der Position, eine Erhöhung des Engagements der Sparkasse einzufordern. Niggemann: „Über den Verwaltungsrat können wir Einfluss auf den Einsatz von Sponsoringleistungen nehmen.“ Es gehe dabei nicht darum, die Sparkasse auszuplündern. „Sie profitiert von dem Imagegewinn, den sie durch weitere Fördermaßnahmen erhält.“ An der Spitze des Verwaltungsrates stehen OB Holger Kelch (CDU) und Landrat Harald Altekrüger (CDU). Die Sparkasse selbst hält sich bei den Thema bedeckt, teilt nur mit, dass sie „zum derzeitigen Zeitpunkt öffentlich keine Stellung beziehen möchte.“

(hil)