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| 17:51 Uhr

KOLUMNE MEINE WIRTSCHAFTSWOCHE
Sieben ist das Ideal

FOTO: LR / Sebastian Schubert
Erlebniseinkauf am Samstag im Supermarkt. „Mairübchen“, fragt der junge Mann an der Kasse freundlich. „Ja, Teltower Rübchen“, antworte ich, und schicke die entschuldigende Frage „Habe ich sie unkenntlich gemacht?

“ hinterher. Weil die Rübchen ihr Blattgrün wegen meines energischen Drehs vorm Eintüten nicht mehr tragen. So halten sie sich besser.

„Ach, das kriegt man schon raus hier, was das ist“, folgt parallel zum Kassieren die Antwort. Und ich folge prompt. Mit der nächsten Info: „Noch spannender ist, was der Einzelne draus macht!“ Das werden wir wohl beim nächsten Samstagseinkauf besprechen müssen, denn meine Zutaten fürs Wochenende werden jetzt abkassiert. Einen Tipp aber habe ich noch, den ich schnell zurufen kann: „Das erfahren sie am besten in der Physiotherapie. Falls Sie einmal Schulter-Nacken-Problemen infolge der Kassierer-Haltung behandeln lassen.“ Da muss ich dann prompt selber lachen. Denn in der Tat habe ich noch keinen Ort erlebt, an dem so viel und voller Leidenschaft übers Essen geredet wird, wie in der Physiotherapie. Ein Schelm, wer jetzt denkt, das könnte freilich auch an mir liegen, weil meine pure Lebensfreude im Quadrat sichtlich so gar nichts von Verzicht an sich hat.

Das kann reflexartig für Gesprächsstoff sorgen und - mit Abstand betrachtet - perfekte Unterhaltung bieten. Zur Belohnung nehme ich dann noch den ultimativen Tipp mit auf den Heimweg: Die Sieben-Gänge-Diät als Ideal, angefangen mit drei, optimal gehalten mit fünf Gängen. Alles klar? Na, dann sehen wir uns ganz gewiss. Bei der nächsten Diät-Bewegung. Für den Anfang an drei Tagen pro Woche mit jeweils mindestens 10 000 Schritten Rund-Gang.