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| 15:45 Uhr

Arbeitswelt
Nachwuchs-Plus im Handwerk

Mehr als 500 Gäste kamen am Wochenende zum Berufsstartertag.
Mehr als 500 Gäste kamen am Wochenende zum Berufsstartertag. FOTO: Handwerkskammer
Rund 500 neue Lehrlinge aus dem südbrandenburgischen Handwerk, ihre Eltern und Ausbildungsbetriebe haben am Samstag den Berufsstartertag gefeiert. Bereits zum 17. Mal veranstaltete die Handwerkskammer Cottbus (HWK) die Feier, dieses Mal im Kulinarium in Branitz.

Die HWK wollte dabei deutlich machen, welche Bedeutung das Handwerk im Alltag einnimmt. Ob Brötchen, Brille, Toaster, Heizung, Friseur, Auto, Toilette, Ohrring oder Stiefel: Viele dieser Dinge sind von Hand gefertigt oder funktionieren nur, weil Handwerkerhände dafür die Basis geschaffen haben.

„Sie, liebe Lehrlinge, stehen am Anfang Ihrer Karriere. Ich bin mir sicher, dass auch Sie einmal handwerkliche Qualität und Perfektion abliefern werden“, sagte Corina Reifenstein, HWK-Vizepräsidentin und selbst Bauunternehmerin.

Besonders freut sie sich,  dass in diesem Jahr zwei Lehrlinge das duale Studium gewählt haben. Sie erwerben ihren Bachelor im Bauingenieurwesen und parallel dazu den Gesellenabschluss. Das neue Angebot ist für junge Menschen ein zusätzlicher Anreiz, ins Handwerk einzusteigen. 

Für Bildungsministerin Britta Ernst legt eine gute Ausbildung den Grundstein für die berufliche Karriere. „Mit der dualen Ausbildung haben wir in Brandenburg gute Voraussetzungen dafür. Das bedeutet für alle Azubis, die Ärmel hochzukrempeln und die großen Chancen gut zu nutzen.“

Einer, der im Handwerk schon Fuß gefasst hat, ist Jason Patrick Preis. Der 17-Jährige lernt Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik in Herzberg (Elster). Für seine guten Leistungen wurde er beim Berufsstartertag als „Lehrling des Monats“ ausgezeichnet. „Der Übergang von Schule zum Beruf war am Anfang nicht so leicht. Fast jeden Tag gleich acht Stunden und ständig unterwegs zu neuen Baustellen“, sagte er.

Seit 1990 haben insgesamt mehr als 30 500 junge Menschen eine Lehre im südbrandenburgischen Handwerk begonnen. In diesem Jahr sind es bislang knapp 600. Das ist ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. Einen Zuwachs gab es bei den Dachdeckern. Waren es 2017 sechs Lehrverträge, sind es in diesem Jahr 20. Auch Mädchen wagen sich in typische Männerberufe: Die HWK begrüßt jeweils eine Dachdeckerin, Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikerin sowie Bodenlegerin.