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| 14:20 Uhr

Warnstreiks der IG Metall in Spree-Neiße
Metaller machen am Donnerstag in Peitz Druck auf Tarifverhandlungen

In Sachsen haben in dieser Woche unter anderem die Mitarbeiter der Elbe Flugzeugwerke Dresden vor der dritten Verhandlungsrunde im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie die Tarifforderungen bekräftigt. Archivfoto: Sebastian Kahnert/dpa
In Sachsen haben in dieser Woche unter anderem die Mitarbeiter der Elbe Flugzeugwerke Dresden vor der dritten Verhandlungsrunde im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie die Tarifforderungen bekräftigt. Archivfoto: Sebastian Kahnert/dpa FOTO: Sebastian Kahnert / dpa
Peitz. Die Warnstreikwelle der IG Metall hat die Lausitz erreicht. Donnerstagmittag werden auf dem Marktplatz in Peitz (Spree-Neiße) Beschäftigte von Kraftwerksdienstleistern des Standortes Jänschwalde auf den Tarifkonflikt in der Branche aufmerksam machen.

Das kündigt der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Cottbus und Südbrandenburg, Willi Eisele, an. „Wir rechnen mit 60 bis 80 Teilnehmern“, so Eisele. Aufgerufen zur Warnstreikaktion sind Mitarbeiter kleinerer Kraftwerksdienstleistungsunternehmen des Standortes Jänschwalde.

Bereits am Dienstag hatten sich 120 Beschäftigte aus Metall- und Elektrobetrieben in Finsterwalde (Elbe-Elster) und Lauchhammer an Warnstreik beteiligt und am Mittwoch 80 Beschäftigte der Trans-tec in Vetschau (Oberspreewald-Lausitz). Die IG Metall ist mit mehr als 2,26 Millionen Mitgliedern die größte Einzelgewerkschaft Deutschlands. Sie fordert im aktuellen Tarifkonflikt sechs Prozent mehr Lohn und eine Wahloption auf Reduzierung der Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden pro Woche für Beschäftigte mit familiären Verpflichtungen, zum Beispiel Kindererziehung oder zu pflegenden Angehörigen, mit Lohnausgleich. Seit Ende der Friedenspflicht am 31. Dezember 2017 sind bundesweit insgesamt rund 425 000 Metallerinnern und Metaller in den Warnstreik getreten. In der Metall- und Elektroindustrie sind bundesweit 3,9 Millionen Menschen beschäftigt. In Brandenburg zählt die Branche mehr als 38 000 Beschäftigte. (moe)