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| 16:24 Uhr

Auftrieb für Verkehrslandeplatz bei Cottbus
Luftfahrttechnik-Unternehmen siedelt sich in Neuhausen an

 Auf dem Landeplatz Neuhausen werden die Weichen für mehr Flugbetrieb und luftfahrtaffine Ansiedlungen  gestellt.
Auf dem Landeplatz Neuhausen werden die Weichen für mehr Flugbetrieb und luftfahrtaffine Ansiedlungen  gestellt. FOTO: Flugplatzgesellschaft Cottbus/Ne
Neuhausen/Spree . Feierlicher erster Spatenstich am 23. Mai. Investor Zeydan Öncü: Wichtige Bedingung ist die Befestigung der Start- und Landebahn. Von Beate Möschl

Das Luftfahrttechnik-Unternehmen Global Aviation Services Interior (GASI) mit Sitz in Rothenburg in der Oberlausitz hebt auf den Verkehrslandeplatz Cottbus-Neuhausen ab. Am kommenden Donnerstag soll hier der feierliche erste Spatenstich für den Bau eines luftfahrttechnischen Forschungs-, Produktions- und Wartungsgebäudes erfolgen. Die Erdarbeiten haben bereits begonnen.

  Zeydan Öncü, Chef der Luftfahrttechnik-Firma Global Aviation Services Interior  mit Sitz in Rothenburg (Oberlausitz), hebt auf Neuhausen ab.      Foto: Ihlas Haber Ajansi
Zeydan Öncü, Chef der Luftfahrttechnik-Firma Global Aviation Services Interior  mit Sitz in Rothenburg (Oberlausitz), hebt auf Neuhausen ab.   Foto: Ihlas Haber Ajansi FOTO: IHLAS HABER AJANSI
  Zeydan Öncü, Chef der Luftfahrttechnik-Firma Global Aviation Services Interior  mit Sitz in Rothenburg (Oberlausitz), hebt auf Neuhausen ab.      Foto: Ihlas Haber Ajansi
Zeydan Öncü, Chef der Luftfahrttechnik-Firma Global Aviation Services Interior  mit Sitz in Rothenburg (Oberlausitz), hebt auf Neuhausen ab.   Foto: Ihlas Haber Ajansi FOTO: IHLAS HABER AJANSI

Die Unternehmensgruppe Global Aviation Services (GAS) mit Standorten in Deutschland, England und in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist nach eigenen Angaben das einzige Unternehmen in Deutschland, das Hubschrauber und Flugzeuge auf Kundenwunsch umrüstet auf neuestem Stand der Technik und dafür zertifiziert ist. Umgerüstet werden zum Beispiel Hubschrauber zu Medizinischen Rettungshubschraubern, zu SAR-Such- und Rettungs-Helikoptern mit allen erforderlichen Wärmebild-, Nachtsicht- und Infrarot-Kamerasystemen (Flir Sytems), Searlight-Flutlichter, Winch- und Bordsystemen. Auch zu Polizei- und Escort-Helicoptern werden Hubschrauber umgerüstet oder Passagiermaschinen zu luxuriösen VIP-Jets und umgekehrt. Die Aufträge kommen überwiegend von Kunden aus dem Mittleren Osten und aus Asien. „Wir freuen uns, dass es jetzt losgeht und hoffen, dass Ende September die erforderliche Infrastruktur soweit vorhanden ist, dass das operative Geschäft beginnen kann“, sagt GAS-Geschäftsführer und Bauherr Zeydan Öncü mit Blick auf den Standort im Süden Brandenburgs.

Ob der Verkehrslandeplatz in Neuhausen mit ihm und der hier eigens gegründeten Global Aviation Industries GmbH abheben wird und sich weitere Luftfahrttechnik-Unternehmen ansiedeln, die mit der GASI kooperieren, hängt entscheidend davon ab, „ob die Kommunalpolitik umsetzt, was sie versprochen hat“, macht er auf Nachfrage deutlich und fügt an: „Wir haben die Zusage, dass die Start- und Landebahn bis 2020 befestigt wird und nehmen sie beim Wort“. Ebenfalls maßgeblich für die Standortentscheidung ist die Nähe zur Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg. Investor Zeydan Öncü strebt eine enge Forschungskooperation an.

Die Gemeinde Neuhausen/Spree ist vorbereitet. Wie Bürgermeister Dieter Perko bestätigt, haben die Vergabekommission und der Hauptausschuss in dieser Woche einer Vergabe der Planungsleistungen für die Start- und Landebahn und ein angrenzendes Gewerbegebiet zugestimmt. Die Befestigung der Start- und Landebahn ist seit Jahren im Gespräch. Die Kosten werden auf rund 5,5 Millionen Euro beziffert. Das kann die Gemeinde als Eigentümerin des Verkehrslandeplatzes nicht alleine stemmen. „Da sind wir auf Fördermittel angewiesen“, sagt Perko. Die Gemeinde habe verschiedene Gespräche mit Vertretern des Brandenburgischen Wirtschaftsministeriums und der Investitionsbank des Landes Brandenburg geführt, um abzuklopfen, ob eine Förderung durch das Land möglich wäre. „Die Frage wurde positiv beantwortet, deshalb bereiten wir auf Gemeindeebene den erforderlichen Planungsstand für die Beantragung von Fördermitteln vor.“

Rückenwind für die Entscheidung haben eine Potenzialanalyse und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung der qualitativen Aufwertung des Verkehrslandeplatzes Neuhausen von Februar 2017 sowie eine Interessenerklärung der Stadt Cottbus, des Landkreises Spree-Neiße und der Industrie- und Handelskammer Cottbus aus dem Jahr 2016 gegeben. Gebaut werden soll eine befestigte Start- und Landebahn für Flugzeuge mit einem Maximalgewicht von bis zu 14 Tonnen und angrenzend ein luftfahrtaffines Gewerbegebiet erschlossen werden.

 Auf dem Landeplatz Neuhausen werden die Weichen für mehr Flugbetrieb und luftfahrtaffine Ansiedlungen  gestellt.
Auf dem Landeplatz Neuhausen werden die Weichen für mehr Flugbetrieb und luftfahrtaffine Ansiedlungen  gestellt. FOTO: Flugplatzgesellschaft Cottbus/Ne