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| 15:47 Uhr

Tag der Logistik
„Logistik hat ein Image-Problem“

Stephan Opel (Geschäftsführer Reinert Logistic), Jürgen Knaack (Pilotencoach) und René Reinert (Geschäftsführer und Inhaber) beim Tag der Logistik.
Stephan Opel (Geschäftsführer Reinert Logistic), Jürgen Knaack (Pilotencoach) und René Reinert (Geschäftsführer und Inhaber) beim Tag der Logistik. FOTO: Josephine Japke / LR
Cottbus. Reinert Logistic-Inhaber René Reinert will seine Branche wieder ins rechte Licht rücken. Von Josephine Japke

„Logistik wird meistens nur wahrgenommen, wenn man hinter einem Lkw im Stau steht und sich darüber aufregt“, sagt Stephan Opel, Geschäftsführer von Reinert Logistik, und begrüßt damit Gäste aus Industrie und Handel zum elften bundesweiten Tag der Logistik auf dem Firmengelände in Cottbus.

Zum ersten Mal nimmt Ostdeutschlands größtes Logistikunternehmen an diesem Tag teil. Nicht nur, um zu beweisen, dass Logistik den Alltag eines jeden einzelnen bestimmt, sondern auch, um das Image des Berufs aufzupolieren, wie Geschäftsführer und Inhaber René Reinert zugibt: „Das muss unbedingt besser werden, denn nur dann können wir qualifizierte Fachkräfte gewinnen, mit denen wir unsere Flotte und damit auch unser Unternehmen ausbauen können.“

Aktuell gibt es im Bezirk Cottbus mehr als 70 freie Ausbildungsplätze zum Berufskraftfahrer. Einige davon auch bei Reinert Logistic. Das Unternehmen, das 1990 im sächsischen Schleife gegründet wurde, hat sich 2005 in Cottbus angesiedelt. Mittlerweile ist es an zehn Standorten in ganz Deutschland zu finden. „Aber Cottbus wird für uns immer ein wichtiger Standort bleiben. Von hier aus wollen wir unser Netzwerk weiter ausbauen“, so René Reinert. Der Markt gebe das her, es fehle lediglich an Mitarbeitern.

Mit großen Hoffnungen schaut der Inhaber deshalb auf den Ausbildungsmarkt und tut vieles dafür, junge Azubis und Berufseinsteiger zu fördern. 50 Piloten-Coaches bilden die Fahrer in Theorie und Praxis aus und machen sie innerhalb weniger Tage zu „Reinert Piloten“. Einer von ihnen ist Jürgen Knaack. „Wir nennen uns Piloten, weil unsere Fahrer so viele technische Anforderungen erfüllen müssen, dass es über das bloße Lkw-fahren hinaus geht. Eigentlich sieht es in unserem Cockpit aus wie in einem Flugzeug“, erklärt er.