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| 11:44 Uhr

Ferien- und Freizeitmesse in Cottbus
Reise-Ansprüche ändern sich

Cottbus . Beim Reiseclub Cottbus genügten vor 28 Jahren noch Gastfamilien. Von Beate Möschl

Viel Heimatgefühl schwingt mit in der Reiselust der Lausitzer. Das hat die als größte Reisemesse im Land Brandenburg geltende Ferien- und Freizeitmesse Cottbus am vergangenen Wochenende gezeigt. Angesichts internationaler Krisen sind nahe Ziele hoch im Kurs. Doch es gibt noch vieles mehr, das zählt. Niveau und Qualität der Reiseangebote haben sich seit 1990 enorm verändert, schildert  Stephan Goldhahn. Der Geschäftsführer des Reiseclubs Cottbus  lässt auf  RUNDSCHAU-Nachfrage Revue passieren, was sich in 28 Jahren Reisefreiheit unabhängig von der Fülle der Reiseziele unter anderem getan hat. Ostdeutschlands Nummer eins unter den Reiseveranstaltern bietet Urlaub und Kurztrips in 52 Länder der Erde an. Auch wenn die Reiseziele bleiben und vielfältiger werden, ist doch einiges, was gleich nach der Maueröffnung akzeptiert war,  nicht mehr im Programm. Dazu gehört die  Art der Unterbringung.  So sind die Südenglandreisen, mit denen der damals 30-jährige Stephan Goldhahn als Reiseveranstalter 1990 in die Selbstständigkeit gestartet ist,  so heute nicht mehr im Programm. „Aufenthalt und Übernachtung bei Gastfamilien, das will heute keiner mehr, das war schon nach zwei Jahren durch. Gefragt waren und sind Hotelübernachtungen“, schildert Goldhahn schmunzelnd. Auch der Gasthof in Zell am See „mit indischer Toilette, also WC auf dem Gang“, war schnell raus aus dem Übernachtungsangebot. Die Zeit der Drei-Sterne-Hotels begann. Inzwischen hat sich auch deren Zahl deutlich reduziert. „Heute übernachten unsere Gäste überwiegend in  Vier- und  Fünf-Sterne-Hotels. 75 Prozent der vertraglich gebundenen Partner haben diese  Kategorie, der Rest sind sehr gute familiengeführte Drei-Sterne-Hotels“, berichtet der RCC-Geschäftsführer und zählt auf, was sich Reisegäste heute bei der Unterbringung im Hotel wünschen:  Rund-um-Service, Fahrstuhl, Flachbild-Fernseher, WLAN-Zugang und Duschkabine statt Duschvorhang.

„Man muss  sich als Reiseveranstalter  immer genau überlegen, was dem Gast wichtig ist. Da gibt es ganz klare Kriterien. Das sind das Sicherheitsgefühl, die Qualität der Unterkunft, das gute Essen und die Sicherheit der Busfahrt und Busfahrer“, schildert Goldhahn. Der RCC hat 18 Reisebusse und 26 fest angestellte Fahrer, so können die Lenk- und Ruhezeiten im In- und Ausland eingehalten werden. Angesteuert werden vom RCC  Ziele in 52 Ländern der Erde.  „Bei uns ist der Busfahrer nicht gleichzeitig auch noch Reiseleiter. Wir trennen das, das ist uns ganz wichtig. “