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Wirtschaft
Lausitzer Handwerk investiert in Digitalisierung

Ein Auszubildender demonstriert in einer Werkstatt  das Gasschweißen.
Ein Auszubildender demonstriert in einer Werkstatt das Gasschweißen. FOTO: Sebastian Kahnert / dpa
Cottbus. Gute Nachrichten aus der Lausitzer Wirtschaft: Das Handwerk in Südbrandenburg nimmt wieder mehr Geld in die Hand, um seine Betriebe fit zu machen und auf dem Laufenden zu Halten. Von Beate Möschl

Das Gros der Ausgaben dient Ersatzinvestitionen. Etwa drei Viertel der Handwerksunternehmen haben ihr Investitionsvolumen stabil gehalten. Immerhin 12,3 Prozent der Handwerksbetriebe gaben mehr Geld für Investitionen aus. Insbesondere die Unternehmen des Gesundheitshandwerks (16,7 Prozent), des gewerblichen Bedarfs (15,4 Prozent) und des Kfz-Handwerks (11.5 Prozent) investierten mehr. Hierbei spielt nach Angaben der Kammer das Thema Nachfolge eine große Rolle: Wer seinen Betrieb in den nächsten Jahren verkaufen wolle, der investiere tendenziell eher weniger.

Eine Sonderumfrage der Handwerkskammer Cottbus zum Thema Digitalisierung ergab: Auch im Handwerk werden die Möglichkeiten der Digitalisierung neu bewertet. Immerhin 33,5 Prozent räumendem Prozess der Veränderung in Arbeitsabläufen und Produktionsprozessen durch Nutzung der Möglichkeiten moderner IT-Technologien eine hohe Bedeutung ein, 7,4 Prozent der Befragten sogar eine sehr hohe Bedeutung. Damit bleibt der Großteil der Befragten zwar noch zurückhaltend und skeptisch. Aber 29,8 Prozent der Befragten gaben ab, in den zurückliegenden zwölf Monaten bereits Digitalisierungsmaßnahmen in ihren Unternehmen umgesetzt zu haben. Der Schwerpunkt lag in der Betriebsorganisation, sowie in den Bereichen Datenschutz und Systemsicherheit. Nahezu genauso viele (28,7 Prozent der befragten Betriebe) planen in den kommenden 24 Monaten Investitionen in den genannten Bereichen.