ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 09:12 Uhr

Brandenburg
Langzeitarbeitslose finden häufiger zurück ins Berufsleben

Neue Jobs für Langzeitarbeitslose gibt es vor allem in den Branchen Verkehr und Logistik, Lebensmittel und Gastgewerbe, Reinigung, Bau sowie Handel.
Neue Jobs für Langzeitarbeitslose gibt es vor allem in den Branchen Verkehr und Logistik, Lebensmittel und Gastgewerbe, Reinigung, Bau sowie Handel. FOTO: dpa / Paul Zinken
Potsdam/Cottbus. Mit der Dauer ihrer Arbeitslosigkeit wird es meist schwerer, die betroffenen Männer und Frauen zu vermitteln. Wegen der Personalknappheit in vielen Branchen beginnt sich das zu ändern.

Langzeitarbeitslose in Brandenburg schaffen es häufiger, wieder eine Anstellung zu finden. Im vergangenen Jahr fanden 6506 Erwerbslose, die zuvor ein Jahr oder länger ohne Beschäftigung waren, eine Stelle am regulären Arbeitsmarkt. Das geht aus einer Übersicht der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die meisten davon fanden einen Arbeitsplatz in den Branchen Verkehr und Logistik (923 Menschen), Lebensmittel und Gastgewerbe (684), Reinigung (608), Bau (603) sowie Handel (ebenso 603).

Innerhalb von fünf Jahren habe sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Brandenburg um 38 Prozent verringert, hieß es bei der Arbeitsagentur. Die positive Entwicklung zeige, dass der Arbeitsmarkt „zurzeit sehr aufnahmefähig“ sei. Nach den jüngsten Zahlen waren im Mai 33 740 Frauen und Männer in Brandenburg ein Jahr oder länger ohne Arbeit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das ein Rückgang um 5225 oder 13,4 Prozent.

Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen gemeldeten Erwerbslosen liegt in Brandenburg bei 41 Prozent und damit deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 35,9 Prozent. Gerade für Arbeitssuchende über 50 Jahre ist es in der strukturschwachen Region schwierig, eine neue Beschäftigung zu finden.

Bei der Einstellung von Langzeitarbeitslosen könnten Unternehmen Fördermöglichkeiten nutzen, sagte ein Sprecher der Regionaldirektion. „Stellen Arbeitgeber beispielsweise Personen ein, deren Vermittlung erschwert ist und die noch nicht über die erforderlichen beruflichen Erfahrungen und Kenntnisse verfügen, können sie einen Eingliederungszuschuss beantragen.“ Auch gering qualifizierte Beschäftigte, von denen viele zuvor langzeitarbeitslos gewesen seien, könnten gefördert werden, wenn der Arbeitgeber sie für eine Qualifizierung freistelle.

(dpa/bob)