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| 16:30 Uhr

Burg
Im Kinderhaus Pusteblume sollen 40 neue Jobs entstehen

Das Projektteam des Johanniter-Kinderhauses der Johanniter beim Podiumsgespräch. v.l.n.r.: Projektleiter Roland Hauke, Kinderhospizdienstkoordinatorin Manja Bieder, Moderator Giorgos Kalaitzis (Agentur mitwirkende), zukünftige Pflegedienstleiterin des Kinderhospizes Stefanie Lieben, Pflegedienstleiterin der Ambulanten Kinderkrankenpflege Dana Horschig, Regionalvorstand Andreas Berger-Winkler.
Das Projektteam des Johanniter-Kinderhauses der Johanniter beim Podiumsgespräch. v.l.n.r.: Projektleiter Roland Hauke, Kinderhospizdienstkoordinatorin Manja Bieder, Moderator Giorgos Kalaitzis (Agentur mitwirkende), zukünftige Pflegedienstleiterin des Kinderhospizes Stefanie Lieben, Pflegedienstleiterin der Ambulanten Kinderkrankenpflege Dana Horschig, Regionalvorstand Andreas Berger-Winkler. FOTO: Johanniter
Burg. Bei der vorerst letzten Veranstaltung der Reihe „Pusteblume im Dialog“ auf dem zukünftigen Baugrundstück des Kinderhauses „Pusteblume“ in Burg haben jetzt die Projektverantwortlichen der Johanniter über den Stellenbedarf, die Berufsbilder und die ehrenamtlichen Betätigungsfelder im Kinderhaus informiert.

Natürlich war dabei zunächst auch Grundsätzliches von Interesse. „Unsere Mitarbeiter finden bei uns faire Rahmenbedingungen, wie den Tarifvertrag, ein 13. Monatsgehalt und eine Mitarbeitervertretung.“, so Regionalvorstand Andreas Berger-Winkler. Dass man für das voraussichtlich im Dezember 2019 eröffnende Haus schon jetzt mit der Mitarbeitersuche beginne, begründete er mit der Transparenz, welche die Johanniter möglichst zeitig herstellen wollen. „Es ist wichtig, dass sich die zukünftigen Mitarbeiter mit dem Projekt Kinderhaus „Pusteblume“ identifizieren, es leben. Deshalb sollen sie auch schon frühzeitig die Möglichkeit bekommen, sich über unser Haus zu informieren.“, so Berger-Winkler. Projektleiter Roland Hauke umriss den Stellenbedarf konkret: „Es werden hier etwa 40 Jobs neu geschaffen. Davon werden natürlich viele im Pflegebereich angesiedelt sein. Aber auch Verwaltungsmitarbeiter, technisches Personal, sowie Mitarbeiter im Küchenbereich werden wir hier benötigen.“ Zu dem Fachpersonal im Bereich der Pflege konnte Dana Horschig, Pflegedienstleiterin der Johanniter-Kinderkrankenpflege Näheres berichten: „Uns ist wichtig, dass unsere zukünftigen Mitarbeiter sich gut in die Situation der Familien einfühlen können, die schon viel Zeit in Krankenhäusern verbracht haben. Bei uns sollen die Familien Entlastung finden. Natürlich gibt es aber auch fachliche Voraussetzungen. Wir suchen Gesundheits- und Kinderkrankenpflegekräfte, idealerweise mit Weiterbildungen im Bereich Beatmung oder der pädiatrischer Palliative Care. Diese Weiterbildungen können aber auch nachgeholt werden.“

Die zukünftige Pflegedienstleiterin im Kinderhospizbereich, Stefanie Lieben, die sich auch ehrenamtlich im Kinderhospizdienst engagiert, berichtete aus ihren eigenen Erfahrung mit der Begleitung lebenslimitiert erkrankter Kinder: „Einige sind bei dem Thema schwerkranke Kinder zunächst zögerlich und betroffen. Ich kann aber versichern, dass wir vor allem eins tun: das Leben begleiten und vielleicht ein Stück weit einfacher machen. Wir lachen viel, es gibt auch in diesen Familien so viele schöne Momente und man bekommt viel zurück. Mich persönlich bereichert das ungemein.“ Zum ehrenamtlichen Engagement im Kinderhaus „Pusteblume“ gab schließlich die Koordinatorin des Johanniter Kinderhospizdienst, Manja Bieder, Auskunft. „In erster Linie muss es von Herzen kommen. Dann finden wir schon Einsatzmöglichkeiten, mit denen sich alle wohlfühlen.“ In erster Linie werden ehrenamtliche Familienbegleiter gesucht, die in einem speziellen Befähigungskurs für ihre Aufgabe ausgebildet werden. Der nächste Ehrenamtskurs beginnt im September in Cottbus. „Es wird aber auch viele andere Möglichkeiten geben, sich hier einzubringen. Ob jemand gern zum Vorlesen für die Kinder kommen möchte, oder seinen grünen Daumen im Gartenbereich beweisen will, es ist so vieles denkbar.“, so Bieder.