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| 09:39 Uhr

Cottbus
IHK: Hohe Stromkosten gefährden Strukturwandel

Zu hohe Stromkosten beklagt die IHK Cottbus.
Zu hohe Stromkosten beklagt die IHK Cottbus. FOTO: dpa-tmn / Andrea Warnecke
Cottbus. Die Lausitz hofft im Strukturwandel auf die Ansiedlung neuer Unternehmen. Doch was, wenn die wegen zu hoher Stromkosten gar nicht kommen? Von Bodo Baumert

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus ist besorgt. Steigende Energiekosten bei Strom, Öl und Gas würden nicht nur Verbraucher belasten, sondern zunehmend auch die Wirtschaft belasten. „Das zeigt das Energiewende-Barometer 2018 der IHK-Organisation, eine bundesweite Unternehmensumfrage, an der sich jedes Jahr auch die Brandenburger Wirtschaft beteiligt“, heißt es in einer Pressemitteilung. Unternehmen bewerten darin die Energiewende schlechter als im Vorjahr. Hauptgrund für den Stimmungswechsel seien vor allem die gestiegenen Energiepreise.

Mit Sorge betrachtet die IHK das vor allem, wenn es um den Strukturwandel geht. Claudia Kalinka, Energiereferentin der IHK Cottbus: „Um den Strukturwandel erfolgreich anzugehen, braucht die Region attraktive Investitionsbedingungen, dazu gehört auch eine sichere und bezahlbare Stromversorgung.“ Hohe Stromkosten würden die Ansiedlung von Zukunftstechnologien, wie der Batteriezellenfertigung gefährden. „Wenn die Preisentwicklung so weiter geht, wird dies auch Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen für den Standort Südbrandenburg haben“, so Kalinka.

Die IHK fordert deshalb eine zügige Entlastung der Wirtschaft: „Der wichtigste Hebel wäre eine Reduzierung von Steuern und Abgaben auf den Strompreis.“ Dies fordern auch mehr als 80 Prozent der befragten Brandenburger Unternehmen.