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| 17:45 Uhr

Strukturwandel in der Lausitz
Grüne fordern Lausitz-Bahnprojekte

Berlin. Anschluss der Grenzregion ans Fernnetz und klare Aussagen zum Bahnwerk fehlen bis heute. Von Jan Siegel

Bahnvorstand Ronald Pofalla hat in dieser Woche Post bekommen von den Grünen-Bundestagsabgeordneten aus Brandenburg und Sachsen. Die Bundesvorsitzende Annalena Baerbock und ihr Parteifreund Stephan Kühn aus Sachsen fordern von Pofalla mehr Engagement, wenn es um Perspektiven für die Lausitz geht.

Pofalla ist Infrastrukturvorstand der Bahn und gleichzeitig einer der vier Vorsitzenden der Kommission Wachstum, Strukturwandel, Beschäftigung.

Er habe in seiner Doppelfunktion die Möglichkeiten, mit dafür zu sorgen, dass in den Kohleregionen endlich „moderne Mobilität“ entsteht. „Die Lausitz braucht keine Ankündigungspolitik, sondern belastbare Zusagen für die Strukturentwicklung und im besten Fall Startschüsse für konkrete Infrastrukturprojekte“, sagte Annalena Baerbock.

Die Modernisierung der Bahnstrecke zwischen Cottbus und Görlitz, die über das Elektrifizierungsprogramm des Bundes realisiert werden soll, müsse mit einem Konzept für den grenzüberschreitenden Fernverkehr verbunden sein, ist Kühn überzeugt. Es gehe um die Anbindung an die prosperierenden Metropolregionen Berlin und Dresden sowie um die Bestellung internationaler Verbindungen, so die Grünen.

Baerbock und Kühn fordern von Pofalla außerdem klare Aussagen zur Zukunft des Bahnwerks Cottbus. Derzeit werden mehr als 100 Mitarbeiter am Standort in anderen Bahnwerken in ganz Deutschland eingesetzt, weil in Cottbus entsprechende Aufträge fehlen.