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Neues Gründerzentrum
Neue Ideenschmiede in alter Schule

Das neue Gründerzentrum am Campus soll der Anlaufpunkt für Kreative und Jungunternehmer in Cottbus werden.
Das neue Gründerzentrum am Campus soll der Anlaufpunkt für Kreative und Jungunternehmer in Cottbus werden. FOTO: GWC
Cottbus. Die Stadt Cottbus nimmt richtig viel Geld in die Hand, um ab dem Frühjahr 2018 ein eigenes Gründerzentrum am BTU-Campus zu errichten. Dort soll die kreative Szene wachsen. Von Peggy Kompalla

Andere Städte haben es längst vorgemacht: Nun zieht Cottbus nach und errichtet unter der Federführung der Gebäudewirtschaft Cottbus (GWC) ein Gründerzentrum direkt am Uni-Campus. Für neun Millionen Euro wird sich das einstige Oberstufenzentrum in die neue Ideenschmiede der Stadt und der Region entwickeln. Davon sind GWC-Chef Torsten Kunze und der Leiter des Existenzgründer-Projektes Zukunft Lausitz, Marcel Linge, überzeugt. Das Gründerzentrum wird zudem der Sitz der Cottbuser Wirtschaftsförder-Gesellschaft EGC. Damit zeigt die Stadt nicht nur, wie ernst sie es mit dem Gründerzentrum meint, sondern auch wo die Wirtschaftsförderer künftig ihren Schwerpunkt legen.

GWC-Chef Kunze war selbst einmal Existenzgründer. Das ist eine Weile her. Im Jahr 1989 machte er sich als Informatiker mit der Electronics Dresden GmbH selbstständig. „Damals hätte ich mir die Unterstützung gewünscht, die das Gründerzentrum bieten wird“, sagt er. Cottbus brauche einen solchen zentralen Anlaufpunkt für Jungunternehmer und vor allem solche, die es werden wollen.

„Derzeit wird auf vielen Ebenen gut gearbeitet. Aber noch ist es für die Gründer schwierig, ihre richtigen Ansprechpartner zu finden“, sagt Kunze. Er zählt auf: Neben Zukunft Lausitz gebe es bei den beiden Wirtschaftskammern für Industrie und Handel sowie Handwerk Ansprechpartner, genauso wie beim Gründerservice der BTU. Mit all diesen Stellen gebe es bereits Kooperationsverträge, damit sie künftig ihre Beratung im Gründerzentrum anbieten. Das Angebot des neuen Hauses am Campus werde deutlich mehr umfassen: Steuer- und Wirtschaftsberatung gehörten dazu, genauso wie Unterstützung in Personal- und Betriebsführung.

Das Gründerzentrum solle aber vor allem eine kreative und offene Arbeitsatmosphäre schaffen, wo schnell Kontakte geknüpft werden können. Dazu gehört auch ganz Praktisches: Büros oder einfache Arbeitsplätze und Konferenzräume für wenig Geld. Ab Null Euro Nutzungsgebühr geht es los.

Herbstfest der Gründerwerkstatt „Zukunft Lausitz“.Das frühere Oberstufenzentrum I an der Werbener Straße soll in ein Gründerzentrum umgebaut werden. Vorgestellt wurde das Projekt am Donnerstagabend beim Herbstfest der Gründerwerkstatt „Zukunft Lausitz“.  Für den Umbau des in unmittelbarer Nachbarschaft zum Zentralcampus der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg liegenden leerstehenden einstigen Schulgebäudes sollen rund fünf Millionen Euro investiert werden.
Herbstfest der Gründerwerkstatt „Zukunft Lausitz“.Das frühere Oberstufenzentrum I an der Werbener Straße soll in ein Gründerzentrum umgebaut werden. Vorgestellt wurde das Projekt am Donnerstagabend beim Herbstfest der Gründerwerkstatt „Zukunft Lausitz“. Für den Umbau des in unmittelbarer Nachbarschaft zum Zentralcampus der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg liegenden leerstehenden einstigen Schulgebäudes sollen rund fünf Millionen Euro investiert werden. FOTO: Michael Helbig