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| 14:10 Uhr

Finanzwelt
Sparkasse Spree-Neiße auf Erfolgskurs

Stellten die Bilanz der Sparkasse Spree-Neiße vor (v.l.): Dirk Engler, stellv. Vorstandsmitglied, Ulrich Lepsch, Vorstandsvorsitzender, Ralf Braun, Thomas Heinze, Vorstandmitglieder.
Stellten die Bilanz der Sparkasse Spree-Neiße vor (v.l.): Dirk Engler, stellv. Vorstandsmitglied, Ulrich Lepsch, Vorstandsvorsitzender, Ralf Braun, Thomas Heinze, Vorstandmitglieder. FOTO: Sparkasse
Cottbus. Vorstandschef Ulrich Lepsch blickt für 2017 auf eine Ausweitung des Bilanzvolumens und Rekordzuwächse im Einlagen- und Kreditgeschäft zurück. Von Andrea Hilscher

So langsam gehen ihm die Superlative aus: Seit Jahren kann Ulrich Lepsch, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Spree-Neiße, Jahr für Jahr auf wachsende Bilanzsummen verweisen – für 2017 immerhin auf 3,45 Milliarden Euro. „Damit haben wir den höchsten Zuwachs aller Zeiten, insgesamt 241 Millionen Euro“, sagt Lepsch. Schon allein dieser Zuwachs läge höher als die gesamte Bilanzsumme der Volksbank Spree-Neiße, fügt er süffisant hinzu – bei der turnusmäßigen Vorstellung seiner Jahresbilanz lässt er sich niemals nehmen, seine Mitbewerber auf ihre Plätze zu verweisen.

Der Marktführer – die Sparkasse Spree-Neiße betreibt in Stadt und Kreis mit 43 Filialen und 53 Geldautomaten mehr als alle Konkurrenten zusammengenommen – konnte auch 2017 wieder mit Bestnoten in diversen Bankentests punkten. Beste Bank vor Ort, beste Bauberatung, höchste Kundenzufriedenheit: Insgesamt achtmal bekam das Lausitzer Finanzhaus die Note Eins.

Eine Folge der ungebrochenen Kundenzufriedenheit: Die Kundeneinlagen sind im vergangenen Jahr deutlich höher als erwartet gestiegen, von 2,62 Milliarden auf 2,83 Milliarden Euro. Ulrich Lepsch: „Trotz niedriger Zinsen ist den Menschen in der Region die Sicherheit ihrer Geldanlage nach wie vor sehr wichtig.“ Die Zuwächse ergäben sich durch wachsende Spareinlagen und die Erhöhung der Giroeinlagen. „Wir haben dabei nicht einige wenige Großkunden, sondern weiter zahlreiche Kunden mit kleineren Einlagen.“ Im Fokus der Kunden steht dabei offensichtlich das Ratensparen zur langfristigen Vermögensbildung. Das entsprechende Produkt der Sparkasse wuchs um 25,2 Millionen auf 396,2 Millionen Euro.

Gestiegenen Kundeneinlagen stehen ebenfalls gestiegene Forderungen an Kunden gegenüber. Sie sind von 844 Millionen auf 941 Millionen Euro angewachsen. „Auch das der höchste Bestand, den wir je hatten“, so Lepsch. Dieser Bestandszuwachs wurde durch neue Darlehen an Unternehmen, Selbstständige und Privatpersonen in Höhe von 206,1 Millionen Euro erreicht. Das Volumen der ausgereichten Baufinanzierung liegt bei 124,3 Millionen Euro, 43,9 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

„Das ist eine tolle Entwicklung“, freut sich Vorstandschef Lepsch. „Endlich sieht man wieder Kräne und Baugerüste in der Stadt.“ Seine Mitarbeiter empfehlen Immobilien auch weiterhin als vernünftige Geldanlage. „Die Quadratmeterpreise liegen derzeit bei 1500 Euro für gebrauchte und 3000 Euro für neue Immobilien in schöner Lage.“ Das seien Summen, wie sie in anderen Städten vergleichbarer Größe schon lange üblich seien. Das Risiko einer Immobilienblase sieht er nicht.

Im Jahr 2017 hat die Sparkasse ein Betriebsergebnis von 64 Millionen Euro erwirtschaftet und liegt damit zwei Millionen Euro über dem Vorjahresergebnis – mal wieder ein Topwert im Ostdeutschen Sparkassenverbund.

Zu den Lieblingskennzahlen, auf die die Sparkasse Jahr für Jahr gern verweist, gehört auch die Cost-Income-Ratio. Dieser Wert beschreibt, wie viel Geld die Sparkasse ausgeben muss, um einen Euro zu verdienen. Mit 39,5 Prozent gehört die Sparkasse Spree-Neiße nach wie vor zu den rentabelsten Kreditinstituten in Deutschland.

Für das Jahr 2018 rechnen die Finanzexperten des Hauses weiterhin mit einer hohen Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Getrübt werden die Aussichten durch ein nur minimal steigendes Zinsniveau.