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| 14:32 Uhr

Stadtpolitik
Neue Gesellschaft für Cottbuser Wirtschaftsförderer

Cottbus. Die Stadtwerke sollen für knapp 200 000 Euro in die EGC einsteigen. Damit würde sich die Wirtschaftsfördergesellschaft als ein rein kommunales Unternehmen aufstellen. Von Peggy Kompalla

Die Cottbuser Wirtschaftsfördergesellschaft EGC hat zwar mit Tina Reiche als Geschäfsführerin jüngst einen neuen Kopf erhalten, steckt aber noch immer mitten in der Umstrukturierung. Nun steht ein Gesellschafterwechsel bevor. Damit würde sich die EGC zu einem reinen kommunalen Unternehmen wandeln. Das hat entscheidende Vorteile, wie der Finanzbeigeordnete Markus Niggemann (CDU) betont.

Bislang wird die EGC zu 51 Prozent von der Stadt Cottbus, zu 39 Prozent von der Gebäudewirtschaft Cottbus (GWC) und zu zehn Prozent von der LWG Lausitzer Wasser GmbH getragen. Eine Prüfung hat der Stadtverwaltung zufolge ergeben, dass aus steuerrechtlicher und vergaberechtlicher Sicht eine Gesellschafterstruktur ohne direkte oder indirekte Beteiligung privater Dritter vorteilhaft ist. In der bisherigen Gesellschafterstruktur ist dies allerdings über die LWG der Fall, denn das Unternehmen gehört zu 28,9 Prozent zur privaten Eurawasser-Gruppe.

Das könne sich nachteilig auf die Finanzierung der EGC auswirken, aber auch ihre Aufgabenerfüllung behindern. Deshalb sollen die Cottbuser Stadtwerke zum 1. Januar die Anteile der LWG übernehmen. Der Kaufpreis beträgt 199 642,86 Euro. Mit diesem Wert sind die EGC-Anteile in der Bilanz des Wasserversorgers verbucht. Sowohl der Aufsichtsrat der Stadtwerke als auch die Gremien der LWG haben der Stadt zufolge dem Verfahren zugestimmt. Fehlt nur noch das Ja des Stadtparlaments. Das wird in der kommenden Woche darüber befinden.

Damit ist die Umstrukturierung der Wirtschaftsförderer aber noch nicht getan. „Die EGC soll den TIP vollumfänglich verwalten und vermarkten“, betont Niggemann. Bislang kümmere sich die Gesellschaft etwa um die Akquise, das Marketing und die Grundstücksverkaufsverhandlungen. Dabei erfordere die Zusammenarbeit mit der Stadt aber einen hohen Arbeits- und Zeitaufwand durch viele Schnittstellen und Zuständigkeiten. Aus diesem Grund prüft die Stadt Niggemann zufolge die rechtlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten, wie die Entwicklung des TIP komplett an die EGC übertragen werden kann. „Wir haben noch nicht die fertige Lösung“, erklärt der Oberfinanzer. Dies könne eine Änderung des Gesellschaftervertrages sein oder aber die Übertragung der TIP-Grundstücke an die EGC. Die Ergebnisse der Prüfung sollen im ersten Halbjahr 2018 vorliegen.

Bis dahin sollte auch das Konzept der neuen Chefin stehen. Tina Reiche erklärt: „Hauptschwerpunkte werden dabei ganz klar auf der Bestandspflege und -entwicklung sowie der Neusansiedlung liegen.“