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| 19:30 Uhr

Cottbuser lassen sich mit Weihnachtsgeschenken Zeit
Auf den letzten Drücker

Den verkaufsoffenen Sonntag in Cottbus nutzten Tausende für einen Bummel durch die Geschäfte.
Den verkaufsoffenen Sonntag in Cottbus nutzten Tausende für einen Bummel durch die Geschäfte. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Vierter Advent und Heiligabend fallen dieses Jahr auf ein Tag. Das heißt eine Woche weniger Zeit, um Geschenke einzukaufen. Die RUNDSCHAU hat nach einer Händlerbilanz gefragt. Von Stephan Meyer

Weihnachten ist vor allem für Kinder der Höhepunkt des Jahres. Neben zahlreichen süßen Leckereien gibt es kurz vor Jahresende vom Weihnachtsmann meist auch noch schöne Geschenke. Besonders Spielzeuge stehen in der Regel ganz oben auf den Wunschzetteln der Kleinen. Trotzdem sei das Weihnachtsgeschäft in der Cottbuser Spiele-Max-Filiale im Blechen Carré momentan noch verhalten, wie Filialleiterin Jana Niechoj mitteilt. Sie rechnet aber damit, dass viele in der Woche vor dem Fest auf dem letzten Drücker einkaufen. Generell liefe das Geschäft jedoch ähnlich gut wie in den Vorjahren. Besonders für Jungs werde momentan eine interaktive Kugelbahn nachgefragt. Dauerbrenner für Mädchen seien hingegen Miniaturtierfiguren. Spielwaren von Lego und Playmobil würden immer gut gekauft. „Die zählen halt zu den Klassikern“, sagt Jana Niechoj.

Ob das Weihnachtsgeschäft für Grit Blumrodt gut läuft, kann die Inhaberin des Fidibus Holzspielzeugladens in der Marktstraße erst im neuen Jahr sagen. „Das werden die Zahlen dann zeigen.“ Aber sie habe ein gutes Gefühl, verrät sie. Mit ihrem Geschäft ist Grit Blumrodt erst Anfang November umgezogen. Vorher war es in der Burgstraße. Den neuen Standort kenne noch nicht jeder. „Ich habe aber viel positives Feedback erhalten“, erzählt Grit Blumrodt. Auch bei ihr gehört eine Kugelbahn zu den gefragtesten Artikeln vor Weihnachten. Vor allem für Kinder zwischen zwei und vier Jahren. Darüber hinaus seien Puppenstuben und Holzeisenbahnen wieder sehr beliebt. Eltern von zehn bis zwölfjährigen Kindern kaufen bei ihr hingegen in erster Linie kreative Bastelsets.

Bei Elbenwald in der Spremberger Straße boomt es regelrecht vor Weihnachten. Spätestens ab Donnerstag sei viel los, teilt Verkäuferin Nancy Gregoraschk mit. Wie schon seit der Filialeröffnung im Mai, sind Harry-Potter-Zauberstäbe der Dauerbrenner. Obwohl nun ein neuer Star-Wars-Film in die Kinos kommt, sei das Interesse an Artikeln aus dem Science-Fiction-Universum jedoch nicht übermäßig gestiegen. Star Wars, Herr der Ringe und Game of Thrones würden aber dennoch zu den beliebtesten Merchandise-Serien in der Elbenwaldfiliale zählen.

Auch Bücher werden immer wieder gerne unter den Weihnachtsbaum gelegt. Bärbel Eckhardt, Leiterin der Cottbuser Hugendubel-Filiale, hat keinen Grund, sich zu beschweren. „Bis jetzt läuft das Weihnachtsgeschäft genauso gut, wie im Vorjahr.“ Gerade im zweiten Halbjahr seien viele gute neue Titel herausgekommen. Angefangen bei Bildbänden, über Kochbücher, bis hin zu den Romanen. Ken Follet und Dan Brown, die dieses Jahr neue Werke veröffentlichten, seien Autoren die immer besonders gut nachgefragt werden.

Zwar ist die WMF-Filiale in der Spremberger Straße wegen einer Baustelle momentan etwas gehandicapt, dennoch liefe das Weihnachtsgeschäft gut, so Fachverkäuferin Linder Werner. „Das Weihnachtsgeschäft gehört zu unserer Hauptumsatzzeit.“ Die Kunden kämen gezielt in den Laden. Besonders Dinge, die für ein Festtagsmenü gebraucht werden, würden immer wieder gerne gekauft. Speziell Geflügelscheren und Bräter, aber auch Messer.

Eine höhere Kundenfrequenz hat Ilonka Poidomani, Geschäftsführerin des Cottbuser Media Markts, zu verzeichnen. Gerade Elektronikprodukte würden zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken zählen. „Wir stellen aber seit mehreren Jahren fest, dass es viele Kunden gibt, die vor allem auf den letzten Drücker ihre Geschenke kaufen.“ Nach wie vor hoch im Kurs würden Smartphones liegen. Aber auch andere smarte Produkte, wie Fitnesstracker, Smartwatches oder intelligente Lautsprecher mit Sprachsteuerung, gingen oft über die Ladentheke. Ebenfalls angesagt sind Haushaltsgeräte, wie Smoothie-Maker und Küchenmaschinen.

Erotische Artikel, wie Dessous oder Toys, werden sich hingegen  kaum unter Weihnachtsbäumen von Cottbuser Paaren finden lassen. Jennifer Gafner, Verkäuferin im Erotikartikelgeschäft „L´Amour 44“ in der Schloßkirchstraße hat sich von der Vorweihnachtszeit mehr versprochen. Lediglich vor Nikolaus wären etwas mehr Dessous und Kalender als üblich verkauft worden. „Aber das waren eher Notgeschenke, glaube ich“, erzählt Jennifer Gafner. Trotzdem liefe, unabhängig von der Weihnachtszeit, der neue Standort besser. Vor circa acht Monaten war der Laden noch in der Schillerstraße zu Hause.

Thomas Grabitz, Inhaber von „Cigar Malt 46“ in der Schloßkirchstraße empfindet das Weihnachtsgeschäft positiv. „Es ist auf alle Fälle mehr los, als üblich.“ Erlesene Obstbrände, Whisky oder Rum seien beliebte Weihnachtsgeschenke. Darüber hinaus würden Gutscheine für Verkostungen immer öfter nachgefragt werden. Auch der von ihm angebotene Glühwein locke einige Kunden in den Laden.